Geilenkirchen - Pfarre investiert 3000 Euro in ebenerdigen Zugang

Pfarre investiert 3000 Euro in ebenerdigen Zugang

Von: Markus Bienwald
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Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit: Pfarrer Norbert Kaluza und Pfarrsekretärin Franziska Offergeld freuen sich über den ebenerdigen Zugang zur Kirche St. Johann Baptist in Lindern, der nun über ein automatisiertes Türsystem verfügt. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Pfarrer Norbert Kaluza kennt das Bild: „Bei der Messe stehen im hinteren Bereich immer acht bis zehn Rollatoren geparkt“, sagt der Geistliche. Darum entschloss er sich, mit kleinen Mitteln nun die ohnehin vorhandene Seitentür der katholischen Kirche St. Johann Baptist mit einem automatisierten Öffnungssystem zu versehen.

Wer drinnen ist, drückt kurz auf einen auch für Rollstuhlfahrer griffgünstig angebrachten, großen Knopf, und die Türe geht auf. Und wer von draußen rein will, dem steht jetzt nicht mehr das bisher noch vorhandene Hindernis eines schlecht ausgeleuchteten Weges bevor. „Wir haben selbst einen Busch gekürzt, der der ohnehin vorhandenen Wegeleuchte einen großen Teil ihres Lichtkegels nahm“, erzählt Pfarrsekretärin Franziska Offergeld.

Zwei weitere LED-Leuchten, die per Sensor gesteuert werden und in die Fassade der Kirche integriert wurden, sorgen für eine sichere Wegausleuchtung. Kommen die Nutzer am ebenerdigen Zugang von außen an, öffnet sich die Tür automatisch. „Das gilt natürlich nur während der üblichen Öffnungszeiten“, wirft Kaluza ein.

Die Tür mit dem kleinen Glasdach darüber öffnet sich weit, aber auch dahinter haben die Offiziellen der Pfarre weitergedacht. „Wir haben extra eine Bankreihe entfernt, so kann man auch mit Gehhilfen oder einem Rollstuhl bequem gleich in die Kirche gelangen“, freut sich der Pfarrer.

Dass der Ostwind an diesem zwar sonnigen, doch noch frischen Vorfrühlingstag ein paar verlorene Blätter durch die geöffnete Tür fegt, stört weder Pfarrer noch Sekretärin, denn auch dafür werden sie eine Lösung finden. Dass das Ganze nicht allzu teuer sein muss, das haben sie auch ganz schnell herausgefunden. Gut 3000 Euro wurden inklusive Ausleuchtung, Bewegungsmeldern, Installation und Türsteuerung investiert. „Das ist nicht zu viel“, unterstreicht Kaluza.

Und danken werden es nicht nur die Nutzer und Gläubigen der Kirche, schließlich werden die Menschen nicht nur im Schnitt älter, sondern die Bevölkerungsentwicklung sieht mit dem demographischen Wandel auch eine größere Zahl von Senioren, und damit sicherlich auch eine größere Zahl von Menschen, die einer Gehhilfe benötigen, voraus. „Viele mussten sich früher helfen lassen, mit der automatisierten Türe können wir ihnen ein Stück mehr Freiheit bieten, denn nun kann jeder sicher und bequem ebenerdig in die Kirche gehen“, freut sich Franziska Offergeld.

Die Danksagung und offizielle Einweihung der neuen Türanlage steht übrigens am kommenden Palmsonntag, 20. März, im Anschluss an die Heilige Messe um 11 Uhr an. Interessenten von außerhalb des Gemeindegebiets, beispielsweise aus Geilenkirchen, sind natürlich herzlich willkommen.

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