Paten gesucht für städtische Beete und Parks

Von: Franz Windelen
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Übach-Palenberg hofft bei der
Übach-Palenberg hofft bei der Pflege der Grünflächen auf Unterstützung durch Ehrenamtler. Foto: mabie

Übach-Palenberg. Bürgerschaftliches Engagement ist eine feine Sache. Es dient dem Allgemeinwohl und auch der strapazierten Stadtkasse. Der Antrag des Übacher CDU-Ortsverbandes im Bau- und Umweltausschuss fiel damit auf fruchtbaren Boden.

Die Christdemokraten regen Patenschaften für öffentliche Grünflächen an. „Es ist schön zu sehen, dass Übach-Palenberg eine Stadt ist, die über viele Grünflächen verfügt. Die Pflege dieser Grünflächen ist zeit- und arbeitsintensiv. Der Bauhof und die beauftragten Fremdfirmen - AWO und Caritas - bemühen sich sicherlich nach Kräften, die Anlagen in einem guten und sauberen Zustand zu erhalten. Dennoch machen die Straßen- und Wegebegrünungen leider oft einen verwahrlosten Eindruck”, moniert die CDU.

Die Grünflächen-Patenschaften, das heißt die Pflege einer bestimmten Parzelle, eines bestimmten Beetes, eines bestimmten Areals sollen durch Anwohner übernommen werden. Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Unternehmen oder Schulklassen sollen angesprochen werden.

Die CDU Übach möchte die Grünflächen-Patenschaften schriftlich fixiert sehen - Festlegung der Rahmenbedingungen, einschließlich einer befristeten zeitlichen Dauer. Der freiwillige Einsatz soll anerkannt werden durch eine Patenschaftsurkunde, die bei einer öffentlichen Veranstaltung ausgehändigt werden soll.

Die Verwaltung machte in ihrem Beschlussvorschlag deutlich, dass es bereits jetzt eine Reihe von Patenschaftsvereinbarungen mit Bürgern gebe, darunter auch die Pflege zweier Kreisverkehre. Nach Feststellung der Verwaltung würden derzeit solche Patenschaften im Großen und Ganzen sehr oberflächlich gehändelt. Aus Erfahrung heraus sei festzustellen, dass die Pflegebereitschaft mit dem Wachstum des Grünzeugs sehr schnell wieder nachlasse.

Josef Fröschen, CDU, war denn auch der Meinung, dass ein Grünpate, der sich öffentlich dazu bekenne, künftig streng an sein ehrenamtliches Engagement erinnert werden soll. Verträge mit bindender Wirkung hielt Friedel Mannheims, Leiter des Technischen Betriebes der Stadt Übach-Palenberg, für wenig sinnvoll: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man die Leute damit eher abschreckt.”

Eine Kontrolle durch die Verwaltung stieß ebenfalls auf Widerspruch - Brigitte Appelrath, Bündnis 90/Die Grünen: „Diese könnte leicht zu zeit- und kostenaufwendig werden.” Sie meinte, man solle auch Abstand von der Idee nehmen, die Patenschaften offiziell zu vergeben. Einen gewissen (Begleit-)Rahmen allerdings, da waren sich die Ausschussmitglieder einig, sollen die Patenschaften schon erhalten, damit das richtige Blümchen oder der richtige Baum auch an der richtigen Stelle seinen Platz erhält und nicht kontraproduktiv im öffentlichen Garten gehegt und gepflegt wird. Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch machte deutlich, dass man auf AWO und Caritas - trotz Patenschaften - beim Grünschnitt in der breiten Fläche nicht verzichten könne und wolle.

Ein zusätzliches bürgerschaftliches Engagement sei aber wichtig und richtig: „Bürger fragen oft nach, ob sie an öffentlichen Stellen Blumen pflanzen dürfen. Natürlich geht das.” Am Ende der Ausschusssitzung fasste Vorsitzende Silvia Gillen den Konsens der Beratungen zusammen: Interessenten melden sich bei der Verwaltung, werden über Details ihrer Grün-Patenschaft informiert und erhalten eine Patenschaftsurkunde - ohne offizielles Drumherum.
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