Gangelt - „Partnerschaft für Afrika“: Hoffnung für HIV-positive Kinder

„Partnerschaft für Afrika“: Hoffnung für HIV-positive Kinder

Von: hama
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Johannes Heinrichs, der Vorstandsvorsitzende des Vereins „Partnerschaft für Afrika“, macht sich immer wieder vor ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. Repro: Hamacher Foto: Hamacher

Gangelt. „Vielfältig, lebendig und bunt war die Arbeit in Afrika in diesem Jahr“, fasste Johannes Heinrichs, der Vorstandsvorsitzende des Vereins „Partnerschaft für Afrika“ das Jahr zusammen. Nach der praktischen Hilfe für die Menschen vor Ort hat die Organisation nun auch die langfristige Anerkennung der Gemeinnützigkeit in der Tasche.

Das Jahr begann mit der guten Nachricht, dass der Verein für die kommenden vier Jahre die Zusage für 40 Waisen-Jugendliche für Schulgelder und Nebenkosten machen konnte. Diese Schüler machen einen Abschluss an einer weiterführenden Schule, manche an einem berufsbildenden College und einige an einer Universität. So werden Jugendliche mit Potenzial zu Technikern, Lehrern und Ärzten ausgebildet, statt an der Ampel Sachen zu verkaufen oder Autos zu waschen oder in die Kriminalität abzurutschen.

Im Rahmen der Nahrungsmittelkrise konnte Dank eines außerordentlich erfolgreichen Spendenaufrufes zahlreichen Menschen geholfen werden. Außerdem wurden von der Dürre betroffene Menschen versorgt, die mit schlechtem Gesundheitszustand die Krankenstationen der Erzdiözese aufgesucht haben.

Weiterhin wurde Kindern im Zentrum für behinderte Kinder umfassend geholfen. Auch das Waisenhaus der Familie Kimaro (Living Water Children Center) war betroffen. Glücklicherweise konnte an dieser Stelle gleich zweimal geholfen werden: aus der Nahrungsmittelhilfe konnte ein ganzer Klassenraum mit Mais- und Bohnensäcken gefüllt.

Zusätzlich konnte der Verein aber auch einen nachhaltigen Beitrag zur Kostensenkung leisten: ein Lagergebäude für Nahrungsmittel wurde durch Vereins-Spender errichtet. Nun können Kimaros gleich nach der Ernte Vorräte für das ganze Jahr einkaufen – wenn die Preise noch niedrig sind. Das große Projekt der „Partnerschaft für Afrika“, das Waisenhaus in Kisongo, steht vor dem Einzug der Kinder.

Gebäude bezugsfertig

Alle Gebäude sind bezugsfertig. In Kürze sollen die ersten von insgesamt 40 Kindern einziehen. Das Heim ist nicht als „AIDS-Waisenhaus“ konzipiert, es soll lediglich zur Hälfte auch HIV-positive Kinder aufnehmen. Dies beugt einer Stigmatisierung der Kinder vor und stellt sicher, dass diese Kinder ganz normal zusammen mit nicht infizierten Waisen aufwachsen können.

Dieses Projekt schließt eine echte Lücke. Viele Waisenhäuser nehmen keine HIV-positiven Kinder auf und auch die Vermittlung in private Pflegefamilien ist weitgehend aussichtslos, da es schon für die Vielzahl gesunder Waisenkinder fast keine Plätze gibt. Kooperationen haben den Vorteil, dass man nicht nur die finanzielle Last von Projekten auf mehreren Schultern verteilen kann, sondern auch von der beiderseitigen Expertise und den jeweiligen Kontakten profitieren kann.

So geschehen in Sachen Solaranlage für das Waisenhaus in Kisongo sowie für die schon errichtete Gesundheitsstation. Diese wurden in Kooperation mit „action medeor e.V.“ finanziert. Mit dem Lions Club Deutschland wurde der erste Teil der Wasserversorgung realisiert, und im nächsten Schritt wird ein Leitungsnetz zum nächsten Dorfanschluss gelegt, was durch „Sternstunden – wir helfen Kindern“ gefördert wird. Ebenso partnerschaftlich ist die Zusammenarbeit mit dem Christlichen Entwicklungsdienst (CED), der für die letzte Rate der Bauphase sowie für einen Spielplatz und den Schulgarten eingetreten ist.

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