Ortsumgehung: „Das ist kein Ausdruck sozialer Verantwortung“

Von: mabie
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Übach-Palenberg/Geilenkirchen. Das Dauerthema „Ortsumgehung Scherpenseel“ ruft nicht nur in Geilenkirchen die Lokalpolitiker auf den Plan. Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD in Übach-Palenberg, Heiner Weißborn, meldet sich nun zu Wort: „Es geht gar nicht um die Suche nach dem Königsweg“, sagt er.

Der Fokus müsse darauf liegen, dass die seit Jahrzehnten über alle Maße belasteten Anlieger der Heerlener Straße in Scherpenseel endlich entlastet würden. Erfreulich sei, dass sich aktuell beinahe alle Beteiligten für eine Umsetzung aussprächen.

Die Kritik von Resi Hensen als Ortsvorsteherin von Grotenrath indes will er nicht unkommentiert lassen. „Es macht doch einen nicht unerheblichen Unterschied, ob die Lkw, wie in Scherpenseel, quasi durchs Wohnzimmer donnern oder demnächst hunderte Meter hinter den letzten Gärten von Grotenrath vorbeifahren“, sagt Weißborn. Im Übrigen gebe es noch keine konkrete Trassenführung, es stehe unter anderem eine Umweltverträglichkeitsprüfung aus.

Dafür, dass Ortsvorsteher eine Art „Kirchtumspolitik“ führen, hat der Sozialdemokrat durchaus Verständnis, „dafür wird man schließlich auch gewählt.“ Doch wenn diese „Kirchturmspolitik“ dazu führe, dass andere über die Maßen belastet bleiben sollen, dann sei das zum einen nicht in Ordnung und zum anderen kein Ausdruck sozialer Verantwortung.

„Das werden auch die Grotenrather verstehen“, betont Weißborn. Im vorliegenden Fall gehe die Belastung eindeutig zu Lasten der Scherpenseeler aus. Auch begrüßt Weißborn, dass „endlich der unsinnige Vorschlag von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, nur eine kleine Umgehung, nämlich bis zur Kreuzung Heerlener Straße/Vom-Stein-Straße zu bauen und diese in einen Kreisverkehr enden zu lassen, vom Tisch“ ist.

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