Orientierung bieten: Infotag zur Studien- und Berufswahl

Von: ik
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Nicht nur eine Referentin der Raiffeisenbank kam zum St.-Ursula-Gymnasium: Die Zehnt- und Elftklässler konnten unter 30 verschiedenen Vorträgen zu Möglichkeiten nach dem Abitur wählen. Foto: Ines Kubat

Geilenkirchen. „Was ist ein Duales Studium? Und kennt ihr den Begriff ECTS?“, fragt Jürgen Klee und blickt in 21 fragende Gesichter. Er ist Dekan an der privaten Fachhochschule in Paderborn und war am Donnertag Referent beim Berufs- und Studieninformationstag des St.-Ursula-Gymnasiums.

Klee stellt den Schülern der zehnten und elften Klasse das Studium an seiner FH vor, steht Rede und Antwort und versucht, ihnen das Duale BWL-Studium schmackhaft zu machen. Schon die erste Gruppe sei sehr interessiert gewesen, berichtet er: Einige hätten sich im Vorfeld Fragen überlegt, ein Schüler wolle sogar an seiner Fachhochschule studieren.

Nur drei Türen weiter sitzt Ralf Arnolds, Vertreter des Bistums Aachen, der bei der Infoveranstaltung den Freiwilligendienst präsentiert. Er lobt die Schüler, die mit „klaren Fragestellungen reinkommen und hoffentlich mit einem Mehrwert rausgehen“. Noch angetaner ist er von der Organisation:„Ich war positiv überrascht, wie strukturiert wir Referenten begleitet wurden“, sagt Arnolds. Die, die mit ihm kommuniziert hatten, sind Teilnehmer des Projektkurses „Management“ – eine Gruppe von Schülern, die die Vorträge für ihre Mitschüler organisiert hatten. Ein Novum am Gymnasium.

Aus knapp 30 Vorträgen wählten die 400 Gymnasiasten Themen aus, über die sie mehr erfahren wollen. Darunter sind Vorträge zu Studiengängen des Ingenieurwesens, der Geisteswissenschaften, aber auch Ausbildungsberufen oder alternativen Wegen.

Lehrer Robert Jansen, langjähriger Organisator des Infotags, glaubt, dass viele Oberstufenschüler noch gar nicht wüssten, welcher Beruf zu ihnen passt. Durch G8 „werden sie viel früher zu Entscheidungen gedrängt“.

Vielleicht weil die Schüler nun früher vom Gymnasium verabschiedet werden, legen viele eine Pause ein, bevor sie mit Studium oder Ausbildung starten, sagt auch Julian Lohn. Der Elftklässler kommt gerade vom Vortrag zum Thema „Work and Travel“. Der Infotag sei eine gute Orientierungsmöglichkeit, sagt er: „Schon im letzten Jahr war es sehr informativ.“

Die Zehntklässlerin Laura von der Loo sieht das ähnlich. Sie hat sich den Vortrag der Bundesagentur für Arbeit angehört, den alle Schüler der zehnten Klasse besuchen. „Wirklich Neues haben wir nicht gehört, aber es war gut, einen Überblick zu bekommen und Fragen stellen zu können.“

Robert Jansen glaubt, dass der Berufs- und Studieninformationstag noch mehr kann: Einige Schüler hätten bei Vorträgen in den vergangenen Jahren künftige Professoren oder Chefs kennengelernt, sagt der Lehrer. Denn viele Referenten achteten gezielt darauf, welch potenzieller Kandidat in den Zuhörerreihen sitzt, sagt er.

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