Orientalischer Abend: Eine Welt der Märchen aus 1001 Nacht

Von: a.s.
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Die packende und engagierte Erzählweise von Asade Abdul Asis (Sonja Wolf) begeisterte das Publikum im Bürgertreff Geilenkirchen und ließ die Zeit wie im Flug vergehen. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Gemäßigten Schrittes, summend, singend und in farbenreichem Kostüm tritt Asade Abdul Asis auf die Bühne. Ihr turbanartiger Kopfschmuck mit Federn, ein paar arabische Lampen und das Hintergrundbild mit einer orientalischen Stadtlandschaft komplettieren die Welt der Märchen aus 1001 Nacht, die am Wochenende im Bürgertreff Geilenkirchen gastierte.

Die arabisch angehauchte Asade – dahinter steckt eigentlich die kurdischstämmige Sonja Wolf. Die Mönchengladbacherin erzählt für ihr Leben gerne Geschichten und Märchen für Groß und Klein und schlüpft dafür in thematisch passende Rollen. In farbenfrohe Kleider gehüllt erzählte sie den rund 25 Gästen an diesem Abend ein zweigeteiltes Märchen, das nach etwa einer Stunde in einem gemeinsamen Ende mündete.

Im einen Teil gebar die glückliche, aber leider kinderlose Fadime durch wundersame Weise einen Kürbis, den sie fortan wie ein Kind hegte und pflegte. Im anderen Teil suchte der junge Prinz Mehmet nach einer Frau, weil er sich in seine Zukünftige verlieben wollte, statt in eine vom Vater arrangierte Ehe gehen zu müssen.

Wundersame Momente

Anders als eine Märchenerzählerin, die man sie sich meist in einem Sessel und mit einem großen Buch in Händen vorzustellen pflegt, erzählte, tanzte und musizierte Asade alias Sonja Wolf vollkommen frei vor den Zuschauern. Sie beugte sich zu Jung und Alt vor, warf Zitate der Märchenfiguren auf Türkisch ein, weitete die Augen in wundersamen Momenten und lächelte an lustigen Stellen. Mit großen Bewegungen untermalte sie die Handlung ihres Märchens, das, so sei betont, in keinem Buch zu finden sei. Große wie kleine Gäste lauschten ihr gebannt und fieberten mit leuchtenden Augen mit.

Außer dem Märchen von Fadimes Kürbis, in dem in Wirklichkeit ein wunderschönes Mädchen steckt, welches am Ende den jungen Prinzen heiraten darf, kennt die äußerst kreative und aufgeweckte Sonja Wolf noch viele weitere Geschichten von Hexen, Indianern und Prinzessinnen – als welche sie sich dann ebenfalls verkleidet. Manche von diesen Geschichten, die sie seit 18 Jahren auf Festen, Kindergeburtstagen und Ferien-Veranstaltungen erzählt, hat sie sogar selber erfunden oder entwickelt sie jeweils ganz spontan mit Namen der vor ihr sitzenden Kinder.

Mit dem glücklichen Ende des Märchens war der orientalisch angehauchte Abend im Bürgertreff jedoch noch nicht ganz zu Ende. Es gab für jeden noch einen türkischen Schwarztee mit aromatischen Gewürzen, und Sonja Wolf erzählte noch einige Anekdoten ihrer Türkei-Reisen. Derartig „tiefenentspannt“, wie es eine Zuhörerin später beschrieb, entließ Asade Abdul Asis ihre aufmerksame Zuhörerschaft mit reichlich Inspiration für viele weitere orientalische Träumereien.

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