Ordentlicher Kontostand bei den Ökopunkten

Von: mh
Letzte Aktualisierung:
5847013.jpg
Gemarkung Marienberg: Aus einer Kiesgrube wird ein Naherholungsgebiet. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Eine umfangreiche Liste der Ersatz- und Aufforstungsmaßnahmen fanden die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses unter ihren Sitzungsunterlagen. Festgestellt, dass die Stadt nicht nur alle Beeinträchtigungen von Grünflächen durch Baugebiete oder ähnliches ausgeglichen hat, sondern auch über ein Guthaben 56.367 Ökopunkten – damit können Ausgleichsmaßnahmen verrechnet werden – verfügt.

Dezernent Hans-Peter Gatzen, der bald in den Ruhestand geht, nutzte den Termin zu einer Art Rückblick auf den Beginn seiner Amtszeit. Damals hatte man geplant, auf der Strecke zwischen den Ortsteilen Zweibrüggen und Stegh Oberflächenwasser aufzufangen und versickern zu lassen, was schief ging. Zum Glück, wie sich nach Gatzens Worten später herausstellte. Mittlerweile seien dort in dem welligen Gelände fast ohne menschliche Hilfe etliche Teiche mit einer beachtlichen Fauna entstanden, ein Gebiet, in dem sich Spaziergänger „fast wie im Allgäu“ fühlen könnten.

Hans-Peter Gatzen zählte eine Vielzahl von weiteren Schwerpunkten auf, darunter die neue Naherholungsfläche in der ehemaligen Kiesgrube Marienberg, das Naherholungsgebiet im Wurmtal mit seinen geschützten Flächen und den Dohmenpark sowie die Anlage und die Pflege durch Paten von Streuobstwiesen. Bei allen Eingriffen – ob bei Baumaßnahmen oder der Wurmregulierung – habe es einen hundertprozentigen Ausgleich gegeben. Durch diese vorbildliche Haltung der Stadt sei Übach-Palenberg für die Bürger lebenswerter geworden.

Der Ausschuss hatte sich außerdem mit geschwindigkeitshemmenden Maßnahmen für die Otto-von-Hubach-Straße in Schulzen­trumsnähe zu befassen, weil bisher dort oft viel zu schnell gefahren wird. Die Verwaltung hatte dazu vier mögliche Varianten geprüft, die von Bauamtsleiter Achim Vogelheim erläutert wurden. Variante eins zeigt eine Vollsperrung des betroffenen Teilstücks, was Kosten von etwa 5000 Euro verursachen würde. Die zweite Variante schlägt das Anbringen von vier Schwellen vor (3500 Euro). Variante drei zeigt Verengungen der Fahrbahn durch Kunststoffelemente (6350 Euro) oder Blumenkübel (3000 Euro).

Die vierte Variante (Aufpflasterungen) wäre mit 13.200 Euro die teuerste. Die Diskussion zeigte, dass die Ausschussmitglieder zur preisgünstigen Variante mit Schwellen tendierten, wobei jedoch SPD-Sprecher Heiner Weißborn die vorgeschlagene Platzierung der vier Schwellen in Richtung der Wohnbebauung geändert wissen wollte. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für die Schwellenlösung aus mit der Maßgabe, dass mit den Anwohnern gesprochen und die Verlegung einer Schwelle vor die Wohnhäuser geprüft wird.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert