Ordensträger gerührt: Franz Michael Jansen erhält 26. Nacksenorden

Von: mabie
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Ausgezeichnet: Franz Michael Jansen ist der 26. Träger des „Nacksenordens“ vom Komitee Geilenkirchener Karnevalsgesellschaften. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. „So voll war es schon lange nicht mehr“, freute sich Franz Michael „Frami“ Jansen als Präsident des Geilenkirchener Karnevalsvereins (GKV) gleich zu Beginn des diesjährigen Prinzenempfangs im Haus Basten.

Voll war es wohl auch, weil gleich ein Dutzend der Träger des „Nacksenordens“ anwesend waren, um ihren neuen Ordensbruder kennenzulernen.

26 Mal vergeben

Der war natürlich kein Unbekannter, denn mit Frami Jansen selbst erhielt ein bekanntes Geilenkirchener Urgestein des Vereinslebens, der Politik und des Karnevals die höchste Auszeichnung des Komitees Geilenkirchener Karnevalsgesellschaften (KGKG). 26 Mal wurde der erstmals 1990 vergebene Orden nun schon verteilt, und wie in jedem Jahr hielt Manni Walter von der KG „Würmer Wenk“ die Laudatio auf den neuen Ordensträger. „Für Dich ist es eine größere Auszeichnung als das Bundesverdienstkreuz“, meinte Walter, und Jansen gab ihm Recht. „Für mich ist der Orden auch ein Stück Heimat, es bedeutet mir sehr viel“, so Frami Jansen in seiner Dankesrede.

Sportliche Rivalität in den Orten

Ohne ihn hätte es den Orden und die dahinter steckende Geschichte vermutlich nie gegeben. So war der Geehrte einst Vorsitzender des FSV Geilenkirchen-Hünshoven, und wie es zur sportlichen Rivalität in den einzelnen Ortsteilen der Stadt Geilenkirchen gehörte, wurden die Geilenkirchener Kicker mit „da kommen die Nacksen“ begrüßt.

Um diesen zweifelhaften Titel, der sich auf Zeiten beruft, in denen den Geilenkirchenern nachgesagt wurde, eine untertänige Haltung mit gebeugtem Nacken gegenüber Vorgesetzten einzunehmen, einmal von der heiteren Seite zu sehen, wurde der Orden vom KGKG installiert. „Es ging auch darum, das Klima zwischen dem Stadtkern und den einzelnen Orten zu verbessern“, erläuterte Jansen. Denn die andere Option – den Ausdruck „Nacksen“ einfach mit Nichtachtung zu strafen – hätte nur zu noch mehr Spaltung geführt.

So freute sich ein sichtlich bewegter Frami Jansen über den Orden, für den er im Kreise der übrigen anwesenden Ordensträger und der gut 150 Gäste beim Prinzenempfang auch von Bürgermeister Georg Schmitz viele Gratulationen empfing.

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