Selfkant-Schalbruch - Olympiasiegerin fliegt Fotografen aus Selfkant ein

Olympiasiegerin fliegt Fotografen aus Selfkant ein

Von: som
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Selfkant-Schalbruch. Bereits zum dritten Mal nach Lake Placid und Turin erlebte nun in Vancouver Charlie Booker, der sich bereits vor Jahren in Schalbruch niedergelassen hat, als offizieller Sportfotograf mit dem Spezialgebiet Skeleton (Rodeln in Bauchlage) und Bob die Olympischen Winterspiele hautnah.

Dabei hatte der Zufall einen gehörigen Anteil daran, wie der gebürtige Brite, der aus der ehemaligen Kolonie Guyana stammt, zur Sportfotografie gelangte.

Ein befreundeter Sportfotograf war es, der Booker vor einigen Jahren immer mal wieder zu Bundesligaspielen mitnahm und somit den „Bazillus Sportfotografie” auf Charlie Booker übertrug.

Zu dieser Zeit verrichtete Booker als Angehöriger der Royal Air Force auf dem damaligen Flugplatz von Brüggen seinen Militärdienst. Auch die englischen Soldaten, die während des Winters als Bobsport- ler für das britische Militär an den Start gingen, registrierten die zunehmende fotografische Tätigkeit ihres Kameraden.

Der Bitte, die Bobsportler für das Militärarchiv abzulichten, kam Booker immer häufiger nach und knüpfte schnell weitere Kontakte. Schließlich bot der Internationale Bobsportverband FIBT dem in Schalbruch lebenden Briten eine Zusammenarbeit an. So wurden Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen.

Auch Prinz Albert von Monaco, der zu dieser Zeit noch selber im Bob für das Fürstentum Monaco an den Wettbewerben teilnahm, gehörte bald zu den Freunden Bookers. „Immer wieder, wenn ich Albert bei irgend einem Sportevent treffe, werde ich von ihm persönlich und immer wieder sehr herzlich begrüßt”, unterstreicht Charlie Booker das nach wie vor freundschaftliche Verhältnis zum Herrscher des monegassischen Fürstentums.

Doch auch die Kontakte zu anderen Skeleton- und Bobsportlern nahmen rasch zu. In diesen Kreisen sprach sich schnell herum, dass Charlie Booker in diesen Sportarten ein wahrer Meister ist. Dabei ist und bleibt die fotografische Tätigkeit für den 56-Jährigen weiterhin ein Freizeitausgleich, wenngleich er dieses Hobby inzwischen sehr intensiv betreibt.

„Meinen Urlaub (Booker ist dem britischen Militär nach 22 Dienstjahren nun als Zivilangestellter treu geblieben) plane ich ständig nach den Einsätzen, zu denen ich vom internationalen Bobsportverband hinbeordert werde.” Als einen Nebenverdienst betrachtet der Brite seine fotografische Tätigkeit allerdings nicht: „Ich erhalte vom Verband immer wieder ein kleines Taschengeld, dafür aber werden alle Reise- und Übernachtungskosten voll übernommen, so dass mir hier keinerlei Kosten entstehen. Für mich stehen einfach der Spaß und die guten Verbindungen zu den Athleten im Vordergrund”, schwärmt Booker auch von den Spielen in Vancouver, wo er nach dem sportlichen Wettkampf immer wieder zu den Partys der Sportler geladen wurde, als diese ihre olympischen Erfolge feierten.

Als eine besondere Ehre sah es Booker an, als Fotograf von der Kanadierin Kaillie Humphries - sie gewann in Vancouver im Zweierbob die olympische Goldmedaille - eigens für deren Hochzeitsfeier nach Kanada eingeflogen zu werden.

Selbstverständlich wurden dabei von der Braut sämtliche Kosten für diese Reise und den Aufenthalt übernommen. Und Charlie Booker dankte es der hübschen Kanadierin mit wirklich wundervollen Hochzeitsfotos.
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