Geilenkirchen - Oktoberfest: Aktionskreis will die Menschen in die Stadt locken

Oktoberfest: Aktionskreis will die Menschen in die Stadt locken

Von: st
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Der Marktplatz wurde neu gepflastert. Deshalb kann das Oktoberfest hier nicht mehr stattfinden. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Die Vorbereitungen des Oktoberfestes vom 11. bis 14. Okober treiben Rüdiger Strübig, Vorsitzender des Geilenkirchener Aktionskreises, die Sorgenfalten auf die Stirn: Einerseits möchte auch er, dass das Kirmestreiben wieder ein Erfolg wird, andererseits will er natürlich die Menschen bei diesem Herbstfest besonders am verkaufsoffenen Sonntag am 13. Oktober in die Innenstadt bringen.

In den vergangenen Jahren war der Kirmesmarkt mitten in der Stadt auf dem Marktplatz und Teilen der Konrad-Adenauer-Straße ein Publikumsmagnet, der die Besucher aus der ganzen Region anzog. Doch nach der Innenstadtsanierung und der Neugestaltung des Marktplatzes dürfen keine schweren Fahrgeschäfte mehr auf den neu gepflasterten Marktplatz. Die Verantwortlichen der Stadt befürchten Schäden am Bodenbelag. „Deshalb hatte Bürgermeister Thomas Fiedler eine kleine Nostalgiekirmes mit Jahrmarkt in der Innenstadt vorgeschlagen“, erklärt Strübig, der diese Pläne nur unterstützen konnte.

„Alles, was zur Belebung der Innenstadt beiträgt, ist positiv“, sagt Strübig. Doch da spielten die Aus- und Schausteller nicht mit. Sie bevorzugen wie in alten Zeiten den Platz am Beamtenweg. „Sie haben mitgeteilt, dass sie sich ansonsten nicht mehr am Oktoberfest in Geilenkirchen beteiligen werden“, erklärt Strübig. Dies bestätigt auch Gort Houben, Leiter des städtischen Kulturamtes: „Der Schausteller-Verband Aachen hat uns mitgeteilt, dass man mindestens drei große Fahrgeschäfte braucht, damit die Besucher kommen.

Und mit einem Nostalgiemarkt spreche man nicht die Jugend an, der Trend sei schon überholt“, begründet er, warum die Stadt der Forderung entsprochen hat. Um nun die Menschen auch in die Innenstadt zu ziehen, will der Aktionskreis in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und dem Wirtschaftsförderungsamt der Stadt ein eigenes Programm auf dem Friedlandplatz und in der Gerbergasse anbieten. Strübig denkt da an einen Flohmarkt, an ein Kinderfest, an mobile Musikgruppen und an Sonderverkaufsaktionen in den Geschäften. „Damit soll natürlich nicht der Kirmes das Wasser abgegraben werden“, sagt Strübig. Auch Gort Houben sieht darin keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung und hofft auf ein Pendeln der Besucher zwischen Kirmes und Innenstadt.

Dass auch große Fahrgeschäfte zu einer Kirmes gehören, betont Rolf Lentzen, 2. Vorsitzender des Aachener Schaustellerverbandes: „Nostalgie ist schön und gut. Man sollte die Augen vor der Vergangenheit nicht verschließen. Für eine Kirmes braucht man aber auch Highlights und Attraktionen, und dazu gehören auch große Fahrgeschäfte.“ Mit einer Kirmes, aus Sicht der Schausteller ein Stück Kulturgut, wolle man die ganze Familie, also auch Kinder und Jugendliche ansprechen. Nur mit einer Nostalgiekirmes könne man das nicht. „Und auf die Jugend verzichten, wollen wir nicht.“

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