„Oh Tannenbaum“ aus Lindern hat nun Vereinsstatus

Von: jpm
Letzte Aktualisierung:
9024637.jpg
Die engagierten Linderner beim Schmücken der Dorftanne vergangene Woche: „Oh Tannenbaum“ hat nun Vereinsstatus – den Namen hat man beibehalten, obwohl die Aktivitäten längst weit über das Aufstellen und Schmücken von Nadelbäumen hinaus geht. Foto: Robert Baumann

Geilenkirchen-Lindern. „Oh Tannenbaum“ – der Name ist eigentlich längst überholt. Und doch momentan besonders aktuell. So wird Lindern seit Ende vergangener Woche wieder von einer prächtigen Weihnachtstanne geziert, die die Mitglieder des Vereins „Oh Tannenbaum“ aufgestellt und gemeinsam geschmückt haben.

Verein? Ja, ganz recht. Seit Kurzem hat der Zusammenschluss engagierter Linderner Bürger ganz offiziell den Vereinsstatus. Erster Vorsitzender ist Hans Jürgen Esser. Ein überfälliger Schritt, möchte man angesichts der größeren öffentlichen Veranstaltungen und kleineren Aktivitäten im Hintergrund, für die man in der Vergangenheit bereits verantwortlich zeichnete, meinen: Eisenbahnausstellung, Bahnstrecken-Eröffnung Lindern-Heinsberg, Grimms Märchen in Bildern et cetera – in Lindern (und nicht nur da) weiß man, was gemeint ist.

Die Eintragung als Verein hat vor allen Dingen pragmatische Gründe. „Wenn ich ein Unternehmen nach einer Spende frage, dann fragt mich das Unternehmen nach einer Spendenquittung“, bringt es Karl-Heinz Gast, jüngst mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt und bei „Oh Tannenbaum“ nun Geschäftsführer, auf den Punkt. „Vom Gedankengut her aber ändert sich nichts.“

„Die Sache entwickelte sich“

Was bei „Oh Tannenbaum“ geschieht, ist vielleicht gut beschrieben als Schnittmenge aus Aktivitäten, die üblicherweise Heimat-, Kultur- und Geschichtsvereine betreiben – verfeinert mit einer Prise Begeisterung für Eisenbahnverkehr und eben Weihnachtsbäume.

Mit einer solchen Tanne fing auch alles an. Vor zwei Jahren stand in dieser Zeitung ein Artikel darüber, wie Müllendorf durch bürgerliche Initiative um einen Weihnachtsbaum bereichert wurde. Das könnte auch Lindern vertragen, dachte Karl-Heinz Gast sich damals. „Und dann entwickelte die Sache sich.“

Für die Besorgung der Tanne fand er Mitstreiter, und auch der nun ins Vereinsregister eingetragene Name „Oh Tannenbaum“ erklärt sich aus dieser Anekdote. Mit dem Aufstellen von Tannenbäumen begnügte man sich jedoch nicht – siehe oben. Bleibt die Frage, warum man sich nicht einen allgemeineren Namen zugelegt hat. „Dazu haben mir einige geraten“, gibt Gast zu. Er hielt davon aber nichts – „denn der Name ‚Oh Tannenbaum' ist zu einer Marke geworden“.

Wer dem Verein beitreten möchte, kann sich telefonisch unter 02462/6670 bei Karl-Heinz Gast melden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert