Offenes Lob für die zupackenden Bürger

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Heinz Rademacher, Hans von Bargen, Josef Kuhlen, Ernst Lennartz und Toni Rademacher (v.l.) sind alle jenseits des 70. Lebensjahres. Das hielt sie und andere nicht davon ab, sich freiwillig am Bau des neuen Sportheimes in Gangelt zu beteiligen; sie hatten am Gelingen dieses Projektes großen Anteil. Solche Art von ehrenamtlichem Engagement soll von der Gemeinde deutlicher gewürdigt werden. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Es geht mit Sicherheit nicht darum, einen weiteren Preis zu stiften. Das betont CDU-Fraktionschef Karl-Heinz Milthaler. Es ist auch nicht das in zahlreichen Nischen aufgegangene „Ehrenamt”, das er fokussieren will.

Öffentlich machen möchten er und seine Ratsfraktion allerdings das „geplante Vorgehen zum Wohle der Gemeinde Gangelt”, verbunden mit einem erkennbaren Lob für unbezahltes Engagement.

Den Hintergrund zu diesem Vorstoß, der nun mit allen politischen Kräften der Gemeinde besprochen werden soll, erläutert Fraktionskollege Günther Dammers.

Man habe in einer Sitzung der Mehrheits-Ratsgruppe beschlossen, große ehrenamtliche Leistungen der Bürgerinnen und Bürger in Gangelt zukünftig entsprechend zu würdigen. „Hierdurch möchte die CDU-Fraktion neben den Leistungen für die Gemeinde auch den bereits vorhandenen Gemeinschaftssinn vor Ort erhalten und fördern”, sagt Günther Dammers.

Das hat natürlich auch einen fiskalisch-realen Hintergrund: „Aufgrund der schwierigen Finanzsituation können immer weniger Leistungen von der Gemeinde in den einzelnen Ortsteilen erbracht werden”, hat die Fraktion auch schon schriftlich fixiert und an die Verwaltung gerichtet mit dem Ziel, diese möge - unter Einbeziehung der politischen Gremien - „Richtlinien und Regeln” für die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements erarbeiten.

Diesem besonderen Antrieb von Privatmenschen im öffentlichen Feld ist die Politik auf der Spur. Sie möchte es unterstützen, aber auch vor Publikum loben. „Dabei suchen wir nicht den Multi-Vereinler”, vertieft Karl-Heinz Milthaler. In einem Arbeitskreis ohne Parteigrenzen sollen dann die Kriterien festgeschrieben werden, die zur Belobigung von Aktion und Akteuren führen kann.

Das können Gruppen sein, aber auch Alleininitiativen werden bewertet. Doch muss man schließlich wissen, wer etwas wo Gutes geleistet hat. Als Vermittler zwischen Tat und Lob passen der CDU die Ortsvorsteher ins Bild. „Die achten schon drauf, was in ihrer Umgebung vor sich geht”, erkennt Günther Dammers kein Informationsproblem bis ins Rathaus.

Dort wird entschieden, für wen es einmal im Jahr eine wohl gedeckte Kaffeetafel im gemütlichen Kreis geben soll. Und eine Urkunde, glaubt Karl-Heinz Milthaler, wird auch einer Preis-Verleihung gerecht.
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