„Ökologischer Fußabdruck“: Lebensmittelproduktion für den Müll?

Von: Georg Schmitz
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Anlässlich der bundesweiten Bildungskampagne „der Ökologische Fußabdruck“ mahnte Referent Fabian Delong in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule einen bewussten Umgang mit vorhandenen Ressourcen an. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Jeder Deutsche hinterlässt einen ökologischen Fußabdruck von 4,6 Hektar – das ist zu viel“, mahnte Referent Fabian Delong während seines Vortrages in der Gesamtschule. Er erklärte den Schülern: Deutschland lebt im Überfluss. Jeder muss seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern.

Mit der Bildungskampagne „Fair Future – der ökologische Fußabdruck“ sind die beiden Referenten Fabian Delong und Holger Krohn vom Verein für Jugend- und Erwachsenenbildung „Multivision“ aus Hamburg deutschlandweit in Schulen unterwegs.

Rund 1500 Schülerinnen und Schüler der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule und des Berufskolleg Ernährung-Sozialwesen-Technik kamen bis Freitag drei Tage in den Genuss der mobilen Umweltkampagne.

Anfangs lauschten die – hier beispielhaft genannten Sechstklässler – noch recht aufmerksam den Ausführungen von Fabian Delong. „Wie kann man es schaffen, dass die Welt moderner wird, ohne der Umwelt Schaden zuzufügen?“, kam die Frage aus den Reihen der Schüler. „Daran wird intensiv gearbeitet, damit beschäftigen sich viele Fragen“, antwortete Fabian Delong.

Eindringlich appellierte der Moderator an die Jugendlichen, nicht zu verschwenderisch mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen, wie beispielsweise mit Öl, Gas, Kohle, Wasser, Strom und anderen Energien. „Pflanzen und Tiere stellen eine überwichtige Funktion dar, darum müssen sie geschützt werden“, sagte Delong und ging auf die Entwicklung der Weltbevölkerung ein. „Viele auf dieser Welt haben nicht genug zu essen, 870 Millionen Menschen leiden Hunger“, mahnte er ein Ungleichgewicht an. Sieben Milliarden Menschen lebten mittlerweile auf der Erde, das könne nicht unendlich so weiter gehen.

Aber nur ein Viertel der Menschen lebe in Wohlstand, und wenn die Deutschen bei einem Fußabdruck von 4,6 Hektar die Flächen von Entwicklungsländern nutze, sei das nicht gerecht. Eigentlich würden jedem Menschen auf der Welt nur 1,8 Hektar zustehen. Deutschland lebe im Überfluss.

Anhand eines Filmes verdeutlichte der Veranstalter das Problem und zeigte, dass die Erde keine unerschöpfliche Quelle ist. Jede Pflanze, jedes Tier habe eine Funktion im Kreislauf, aber jedes Jahr würden bis zu zehntausend Pflanzen aussterben. Das ökologische Gleichgewicht gehe verloren. Die ökologischen Grenzen würden überschritten, die Naturreserven aufgebraucht. Dies bekämen nachfolgende Generationen zu spüren. Auf der einen Seite würden Waldflächen dringend benötigt, auf der anderen Seite aber zerstört.

Der Film beinhaltete auch die Zerstörung der Ozonschicht durch Treibhausgase, was jetzt schon anhand zunehmender Katastrophen sicht- und spürbar werde, hieß es. „Der Fußabdruck, den ein Kilogramm Rindfleisch hinterlässt, kommt 20 Kilo Kartoffeln oder Reis gleich“, war eine weitere Aussage.

Nach der Filmpräsentation wies Fabian Delong darauf hin, dass in Deutschland mehr als die Hälfte der Lebensmittel auf dem Müll landet und stellte die Frage an die Schüler, wie sie ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern könnten. „Mehr recyceln“, „Lebensmittel nicht so schnell wegwerfen“, „Bioprodukte nutzen“, „erneuerbare Energien fördern“, „weniger Bäume fällen“, „mehr öffentliche Verkehrsmittel nutzen“ oder „weniger tierische Produkte essen, damit nicht soviel Fläche für Tierfutter verbraucht wird“, lauteten die grundsätzlichen Antworten.

Und die zeigten dem Moderator, bedankte er sich bei seinem jungen Publikum, dass die Jugendlichen die Mahnung verstanden hatten.

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