Oberstufenschüler probieren sich als Lehrer

Von: Markus Bienwald
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Roman Faust (r.) schlüpfte als Oberstufenschüler am Carolus-Magnus-Gymnasium für die Grundschüler einen Vormittag lang in die Rolle des Lehrers, und hatte sichtlich Spaß dabei. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Für Roman Faust war es alles andere als ein ganz normaler Schultag am Carolus-Magnus-Gymnasium. Denn wie 49 andere Schüler der Klassen Q1 und Q2 des Gymnasiums schlüpfte er einen Vormittag lang in die Rolle eines Lehrers.

Chemie war das Fach, spannend waren die Experimente und interessiert waren die insgesamt 150 Grundschüler von der Katholischen Grundschule (KGS) Übach, der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Palenberg und der Grundschule Alt-Merkstein.

Es ging vor allem um Gase in dieser ganz anderen Chemiestunde, einem Fach, mit dem die Grundschüler so noch nicht in Berührung kamen. Und es machte ihnen sichtlich Spaß, zu experimentieren, sich nicht nur theoretisch mit den Noch-Schülern der Oberstufe auszutauschen, sondern auch etwas selbst zu machen. Für die stellvertretende Schulleiterin Dr. Renate Schwab war dieser Tag, der auch die Fächer Biologie, Physik, Erdkunde und Informatik einband, eine echte Chance für Schüler, einmal die andere Seite kennenzulernen.

„Da die Schüler hier selbst vorbereitete Unterrichtskonzepte anwenden, sehen sie gleich den Erfolg“, so Schwab. Selbstredend konnte der mit „Die Großen mit den Kleinen“ treffend überschriebene Projekttag aber nicht ganz ohne weitere Vorbereitung im Vorfeld ablaufen. „Die Oberstufenschüler haben die Schüler an ihrer Grundschule im Rahmen einer Hospitation kennengelernt“, berichtet Schwab. Damit konnten sie sehen, welche Rituale, welche Sprache und welches Lerntempo in der vierten Klasse an der Tagesordnung ist.

Drei Durchläufe mit jeweils unterschiedlichen Schülergruppen sorgten dann nicht nur dafür, dass die Grundschüler auch mal von einem jungen Mann unterrichtet wurden. „Meist sind die Lehrpersonen an Grundschulen ja weiblich, da konnte nun ein anderes Rollenmodell kennengelernt werden“, fand die stellvertretende Schulleiterin.

Ziel des Projektes war aber vor allem, den Oberstufenschülern durch aktive Vorbereitung und die Lehrproben selbst einmal zu zeigen, ob sie eventuell für ein Lehramtsstudium in Frage kommen. „Schließlich sind ja vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer vom akuten Lehrermangel besonders betroffen“, weiß Schwab. Und darum freute sie sich auch besonders, als die gelungenen Chemie-Experimente nicht nur ein Lächeln auf die Gesichter der Oberstufenschüler zauberten, sondern auch die Grundschüler Spaß und Lernen verknüpfen konnten.

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