„Obdachlosenhilfe Übach-Palenberg“ packt an und unterstützt

Von: Markus Bienwald
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Machen ihre Arbeit gerne: Uschi Hartmann (l.) und Tina Richter vom Verein „Obdachlosenhilfe Übach-Palenberg“ helfen Menschen in der Region nicht nur mit direkter Hilfe vor Ort, sondern im Dezember auch mit einem großen Fest. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Gut ein Jahr ist es her, da traten Uschi Hartmann und Tina Richter erstmals so richtig in die Öffentlichkeit. Zumindest in Uschi Hartmanns Wohnort in Übach-Palenberg, wo sie vor Jahresfrist den Verein „Obdachlosenhilfe Übach-Palenberg“ gründeten.

Eine damals in Zusammenarbeit mit dem „Radio ÜP“ gestartete Spendenaktion zugunsten von Menschen ohne festem Dach über dem Kopf erwies sich schnell als Selbstläufer. „Wir konnten damals kaum fassen, wie groß die Welle der Hilfsbereitschaft ist“, so Uschi Hartmann zum Start der Hilfsaktion.

Inzwischen ist viel passiert, denn nicht nur der erste Weihnachtskaffee für Menschen ohne Obdach war ein voller Erfolg. „Wir haben nun auch ein Haus, in das wir Menschen, die das wollen, vermitteln können, die dort wohnen können“, ergänzt Tina Richter. Hinzugekommen ist auch ein Lager für Hilfsgüter und Spenden, die nach wie vor gebraucht werden.

Ob es eventuell so etwas wie Rivalität mit der aktuell riesigen Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge gibt, das interessiert die beiden Damen überhaupt nicht. „Wir wollen einfach nur helfen“, sagen sie, „wir sind aber auch auf die Hilfe und Spendenbereitschaft der Menschen vor Ort angewiesen.“ Beim Helfen hilft natürlich auch das Bekanntwerden und –sein, denn gerade als junge Organisation muss man sich immer mal wieder ins Gedächtnis rufen.

„So sind wir in diesem Jahr das erste Mal beim Tobetag in der Waschkaue dabei gewesen“, freut sich Hartmann. Viele Gespräche und verteilte Infos später glaubt sie fest daran, dass die Obdachlosenhilfe nun noch ein Stückchen mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit in Übach-Palenberg, aber auch in der Umgebung gerückt ist. Und das ist enorm wichtig, denn die niedrige zweistellige Zahl von Menschen, von denen offiziell bekannt ist, dass sie sich in Übach-Palenberg aufhalten, aber keinen festen Wohnsitz haben, ist nicht gesunken. „Dazu kommt, dass unsere Leute natürlich auch mobil sind“, weiß Tina Richter.

„Unsere Leute“, das sind die, die nicht nur einmal im Jahr bei einer Hilfsaktion Mitmenschlichkeit brauchen. Sie benötigen das ganze Jahr über Hilfe, in Form von Hygieneartikeln, Kleidung und warmem Essen, das sie in einer ungestörten Atmosphäre zu sich nehmen können. „Doch das ist nur die eine Seite der Medaille“, ist Uschi Hartmann aus dem täglichen Umgang mit den Menschen sicher. Denn genauso wichtig wie die Versorgung mit sächlicher Hilfe ist das offene Ohr für die Menschen auf der Straße. Das wollen Uschi Hartmann, Tina Richter und die anderen 20 im Verein organisierten Personen gerne bieten.

Damit das auch öffentlichkeitswirksam wird, und damit ein Fest zugunsten der Hilfe gefeiert werden kann, gibt es am Samstag, 12. Dezember, ab 14 Uhr im Mehrgenerationenhaus (MGH) am Palenberger Bahnhof eine adventliche Feier. Neben „Radio ÜP“ unterstützt der Verein „Funtasie“ die Aktion, Schirmherr ist Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. „Und es gibt Gewinne, Gewinne, Gewinne“, wie Uschi Hartmann mit lachenden Augen berichtet. „Nicht irgendwas, nein wertvolle Preise, nix vom Rummel“, ergänzt sie.

Tierhilfe wird auch unterstützt

Was genau bei der Tombola an gestifteten Preisen zugunsten der Obdachlosenhilfe unter die Leute gebracht wird, will sie noch nicht verraten. Wer aber einen Blick auf ihren Esszimmertisch wirft, kann erahnen, was es alles geben wird. Vielleicht lässt sich so die Werbetrommel für den Verein noch ein wenig mehr rühren. Und wer jetzt noch zweifelt, ob er vorbeikommen soll, für den hat Uschi Hartmann noch einen weiteren Pfeil im Köcher. „Wir unterstützen jetzt auch die Tierhilfe“, sagt sie.

Das war ihr schon immer eine wichtige Ergänzung der Arbeit im Verein, denn Menschen, die auf der Straße leben, leben manchmal eben auch sehr eng mit Tieren zusammen. „Um denen auch was Gutes zu tun, ist das eben ein neuer Zweig unseres Vereins“, sagt Uschi Hartmann. Damit dürfte sie sicherlich wieder ein wenig stolzer sein auf das, was die Obdachlosenhilfe vor Ort leistet.

Dennoch ist ihr Lieblingsmotto „einfach nur anpacken und was tun“, denn dafür gibt es einfach zu viele Baustellen, an denen im sozialen Bereich noch Hilfe geleistet werden kann.

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