Nur ein Gerücht: Werkschor löst sich nicht auf

Von: Markus Bienwald
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Wie hier bei einem früheren K
Wie hier bei einem früheren Konzert werden die Sänger des Werkschores Schlafhorst am 30. Oktober wieder auf der Bühne des CMC stehen. Dann starten sie ihre musikalische Deutschlandreise. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Das Gerücht, dass der Werkschor Schlafhorst sich auflöst, ist ohne jede Grundlage”, da ist sich Kurt Müller ganz sicher. Er muss es wissen, schließlich ist er schon seit vielen Jahren nicht nur als Sangesbruder dort aktiv.

Als Vorsitzender des Vereins ist er auch am Puls des Geschehens und entkräftet die Gerüchteküche bei einem Gespräch mit dieser Zeitung nachhaltig.

Denn schon am kommenden Samstag, 8. Oktober, werden die Männer vom Werkschor gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Cäcilia Beggendorf die musikalische Ausgestaltung der Messe für die Lebenden und Verstorbenen des Chores um 18 Uhr in der Pfarrkiche St. Theresia Palenberg übernehmen. Weiterer Beleg für das lebendige Chorleben ist die gerade erst abgeschlossene Chorreise.

Wiederum gemeinsam mit den Freunden vom Kirchenchor aus Beggendorf unternahmen sie zum Monatswechsel eine Reise nach Willingen ins Sauerland. Dort standen unter anderem die Besichtigung der „Mühlenkopfschanze” und des Upländer Milch Mu(h)seums auf dem Programm. „Dazu haben wird noch die Heilige Sonntagsmesse in St. Augustinus Willingen musikalisch gestaltet”, blickt Kurt Müller zurück. Natürlich, so räumt er bei unserem Besuch ein, ist die Personaldecke beim Werkschor Schlafhorst mit gerade einmal 18 Aktiven nicht wirklich dick. „Dazu kommt ein Altersdurchschnitt von rund 70 Jahren”, sagt der 74-Jährige, „da kommt es schon einmal zu krankheitsbedingten Ausfällen”.

Auch persönliche Gründe, wie zum Beispiel die Pflege eines Anghörigen, führen schon einmal dazu, dass manche Stimmen nicht besetzt werden können. „So müssen wir uns eben mit der gesungenen Literatur nach der Anzahl der Sänger richten”, erklärt Müller, wie aus der Not eine Tugend wird. Das soll auch beim anstehenden Jahreskonzert am Sonntag, 30. Oktober, der Fall sein. Um 17 Uhr heißt es dann in der ehemaligen Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) an der Carlstraße 50 in Übach-Palenberg „Vorhang auf” für den Werkschor Schlafhorst. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Kirchenchors St. Martinus Oidtweiler wagen sie dann unter der Überschrift „Wir sind durch Deutschland gefahren” eine musikalische Reise.

Begleitet von Jürgen Günder an der Orgel und unter der bewährten Gesamtleitung von Helmut Esser, können die Gäste an diesem Abend gegen ein Eintrittsgeld von fünf Euro viele klingende Titel genießen: „Es war in Königswinter” wird dann genauso zu hören sein wie „Auf der Lüneburger Heide”, „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren” oder „Wer einmal in Aachen war”. Schon bei den letzten beiden Jahreskonzerten an gleicher Stelle, als es um Shanties und Schlager ging, war die Halle voll und die Gäste waren hochzufrieden mit den Darbietungen der Sänger.

So gesehen gibt es also keinen Grund, um die Zukunft der Sangeskunst dieses Chores zu bangen, der in den 1970er-Jahren schon einmal NRW-Meisterchor war. „Trotzdem freuen wir uns auf jeden Interessierten”, lädt Müller abschließend ein, „wir proben immer freitags zwischen 16 und 17.30 Uhr im Sängerheim im Pavillon an der Gemeinschaftsgrundschule Palenberg”. Und wer weiß, vielleicht finden sich ja zur Adventfeier am 16. Dezember um 15.30 Uhr an gleicher Stelle nicht nur die bisherigen Aktiven zum Jahresrückblick ein, sondern auch der Nachwuchs, der dann für eine weiterhin gesicherte Zukunft sorgt.
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