Noten und Bilder von vielen Meistern

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Michele Bozzi zeigte bei einem einzigartigen Konzert im Bürgersaal des Geilenkirchener Hauses Basten nicht nur seine außergewöhnliche Klasse, sondern auch die Gitarrenkunst von Franciso Tárrega. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Bei dem Begriff Spanien denken die meisten Durchschnittsbürger an sonnenüberflutete Strände am blauen Mittelmeer, vielleicht auch an Stierkämpfe oder an mondäne Vergnügungsviertel wie El Arenal. Zu Spanien gehört aber auch die Gitarre, denn sie war dort schon vor vierhundert Jahren ein überaus beliebtes Volksinstrument und keineswegs nur eine Domäne von Künstlern und Virtuosen.

So war es durchaus legitim, zu der aktuellen Spanien-Präsentation der Stadt Geilenkirchen auch ein Gitarrenkonzert im Haus Basten zu arrangieren.

Dazu hatten die Veranstalter den Gitarristen Michele Bozzi gewonnen. Er wurde 1961 im norditalienischen Verone geboren und bekam schon mit neun Jahren Gitarrenunterricht. Er erhielt später mehrfach Auszeichnungen bei Wettbewerben und wirkte als Solist in verschiedenen Orchestern wie bei Opernaufführungen mit.

Michele Bozzi entschloss sich jedoch zum Eintritt in die italienische Marine und wechselte später zum Nato-Flughafen in Teveren, wo er noch heute beruflich tätig ist. Das Gitarrenspiel aber blieb bis heute seine passionierte Freizeitbeschäftigung. Vor Beginn des Konzertes betonte Michele Bozzi ausdrücklich, dass er Amateur und kein Profi sei. Aber soviel Bescheidenheit war gar nicht nötig, denn der Solist zeigte sich auf beachtlichem künstlerischen Niveau.

Eine gute Idee war auch dazu die Verbindung von Musik und Bild. So wurden während des musikalischen Vortrags mit Hilfe eines Monitors zahlreiche Bilder mit Motiven aus Spanien an die Wand geworfen - Fotos von Stierkämpfen, prächtigen alten Kathedralen, Palästen und Burgen, auch Gemälde und Skulpturen von Picasso und Salvator Dali, wodurch das Konzert zuweilen fast den Charakter einer Vernissage erhielt.

Das Programm umfasste ausschließlich spanische Meister, wobei im ersten Teil dem Spätromantiker Francisco Tarrega breiter Raum gewidmet war.
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