Nierstraßer Kapelle trägt jetzt den silbernen Hahn von St. Mariä Namen

Von: a.s.
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Der neue - wenn auch schon 190
Der neue - wenn auch schon 190 Jahre alte - Kapellenhahn macht sich sehr gut auf dem Dach der Gedenkstätte. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Nierstraß. Nicht nur das Los hat es vor einigen Monaten gut mit dem ehemaligen Kirchturmhahn aus Gillrath gemeint, sondern nun auch das Wetter. Anlässlich des Kapellenfestes wurde jetzt das metallerne Symbol, das ehemals den Turm von St. Mariä Namen zierte, unter strahlendem Sonnenschein auf die Kapelle an „Am Rodebach” gesetzt.

Diesen angemessenen Platz verdankt der Hahn dem Ehepaar Franz-Josef und Marianne Piepers, das bei einer Tombola im vergangenen Jahr den Hahn gewann. Beide Versprachen, das christliche Symbol auf das Kapellendach in Nierstraß zu setzten. Nun wurde dieses Vorhaben realisiert.

Zu Beginn begrüßte Andreas Herrmanns, der direkt vor der Kapelle stand, die aus platztechnischen Gründen auf der anderen Straßenseite positionierten Gäste. Er erläuterte einige interessante Fakten über Hahn und Kapelle und hoffte humorvoll, „dass der Hahn nicht beleidigt ist, da er vom Kirchturm- zum Kapellenhahn degradiert wurde.” Weiter vermutete er, dass, wenn der rund 190 Jahre alte Hahn erzählen könnte, „sicher ein dickes Buch zustande” käme. Ebenso wünschte er, dass der Hahn eine weitere Verbindung zwischen Gillrath und Nierstraß herstellen möge und bisherige Bande verstärkt werden.

Stilvoll enthüllt

Danach übergab der Freund der Familie Piepers das Wort an Kaplan Andreas Krieg, der den Wortgottesdienst zelebrierte, in dem letztendlich auch der Hahn enthüllt und geweiht wurde. Die Verhüllung des silbrigen Symbols durfte der älteste Bürger Nierstraß beiseite ziehen: der 82-jährige Gerri Zaunbrecher.

Kaplan Krieg weihte den neuen Wächter über die Nierstraßener Bürger im Anschluss aus der gegebenen Entfernung zur Dachhöhe, und gemeinsam beteten die Anwesenden um Segen für Kapelle und Bürger.

Musikalisch begleitet wurden der Wortgottesdienst von Organist Karl-Heinz Houscheid. Im Anschluss an die Feier war zum geselligen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen ins Feuerwehrhaus des Dorfes geladen worden.

In der geselligen Runde wurden auch die sechs Frauen geehrt, die sich während des Jahresverlaufs im Wechsel um die Kapelle kümmern und diese sauber halten. Ein Dankeschön-Präsent bekamen Stefanie Philippen und Hella Spehl für jeweils 15 Jahre, Gertrud Lambertz und Renate Merkel für 30 Jahre, Hanni Philippen für 45 Jahre und Fine Herrmanns für 47 Jahre ehrenamtlichen Dienst.
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