AZ App

NiederrheinTheater: Zauberhafte Geschichte von Paul Maa

Von: Danielle Schippers
Letzte Aktualisierung:
4898300.jpg
Max bekommt Besuch von einer Polizistin, die den Herrn Bello verhaften muss. Dabei wollte er doch nur mit den Hühner spielen. Noch komplizierter wurde es, als sich Herr Bello im feinen italienischen Restaurant plötzlich in den Hund Bello verwandelt.

Gangelt-Birgden. „Oh oh, nicht von den blauen Beeren essen, Frau Lichtblau!“ Die Reaktionen der Kinder während der Aufführung des NiederrheinTheaters in der Grundschule Birgden sprechen für sich. Sie fiebern mit, klatschen, schreien, lachen, kichern und wollen den Schauspielern helfen. Deshalb auch „Bello, nicht den Zaubertrank trinken!“

Vor den fast 200 Schülern der Schule der Begegnung zeigten Michael Coenen, Cristian Stock und Verena Bill, die auch Regie führte, eine sonnende und lustige Inszenierung von „Bello und das blaue Wunder“, einer weniger bekannten Geschichte vom Kinderbuch-Meister Paul Maar; das Sams ist wohl seine bekannteste Figur. Schon zum dritten Mal besuchte eine Besetzung des Niederrhein­Theaters die Grundschule in Birgden und begeisterte die Schüler.

Die Geschichte ist kurz erzählt. Max wohnt zusammen mit seinem Vater, Herrn Sternheim, und seinem Dalmatiner Bello über Sternheims Apotheke. Eine seltsame alte Frau bringt eines Tages einen geheimnisvollen blauen Saft in die Apotheke. Dummerweise schlabbert Hund Bello die ganze Flasche blauen Zaubertrank leer und verwandelt sich dadurch in den etwas wunderlichen „Herrn Bello“, der die Menschen-Welt ja nun neu kennenlernt.

Weil er aber verliebt ist in Frau Lichtblau, beginnt eine amüsante Kette von Verwicklungen. Denn auch Max‘ Papa mag Frau Lichtblau sehr, ganz zum Ärger von Max, der überhaupt keine neue Mama haben mag.

Die Kinder der Grundschule wie auch die eingeladenen zwei Vorschul-Gruppen mit 33 Kindern aus den Kitas Birgden und Stahe waren begeistert von der witzigen Aufführung. „Am besten war die Verwandlung. Ich frage mich, wie die das Zeug gemacht haben“, wunderte sich Marie Cappellmann (5). „Ich fand alles total lustig, die Hühner und Herr Bello als Mensch und wie Herr Bello die Leute immer abgeschleckt hat“, fand Mathea Jansen (9). Meik Frenken (9) hatte es besonders angetan, dass die Schauspieler das Publikum in die Geschichte mit einbezogen: „Ich fand das so lustig, wie Bello immer zu uns gekommen ist und geknurrt und gebellt hat wie ein echter Hund. Die Geschichte ist super.“

Michael Coenen, der den Bello und einige andere Rollen in dem Kinderstück spielt, kennt diese Reaktionen der Kinder: „Interessanterweise kommt der Bello sehr echt bei den Kindern an. Faszinierend, dass die Kinder trotzdem meistens verstehen, dass wir in diese Rollen schlüpfen.“ Fabian Wolks (9) verstand das auch: „Ich fand's sehr gut. Ich frage mich, wie man so was spielen kann, das wundert mich schon.“

Verena Bill, die bei der Inszenierung Regie führte, erklärt, worauf bei Kindertheater zu achten ist: „Die Stücke für Kinder sind kürzer und ohne Pause, die einzelnen Szenen müssen relativ kurz sein, damit wir die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder nicht ausreizen. So bekommen sie alles mit. Außerdem versuchen wir die Emotionen einfacher zu transportieren als bei den Erwachsenen.“

Die Situationen in „Bello und das blaue Wunder“ kennen die Kinder aus ihrem Alltag, und daher können sie sie einfacher nachvollziehen. Außerdem lebt dieses Stück neben dem Herzblut der Schauspieler von einer Situationskomik, die den Autor Paul Maar auszeichnet.

Eine Besonderheit bei der Aufführung dieses Jahr war, dass die Grundschule zwei Gruppen Vorschüler eingeladen hatte. Denn es ist der „Schule der Begegnung“ im Wortsinn ein Anliegen, für die Vorschulkinder einen positiven Übergang zu gestalten. Aber auch für die eigenen Schüler sind solche Theater-Erlebnisse wichtig.

Rektorin Claudia Storms-Übachs: „Für die Kinder ist es wichtig, gemeinsam miteinander in der Schulgemeinschaft Schönes zu erleben und darüber sprechen zu können und vor allem früh ein positives Bild von Sprache und Kultur zu haben.“ Auch deshalb soll es auch im nächsten Jahr wieder eine lustige und altersgerechte Veranstaltung des NiederrheinTheaters für die Grundschüler in Birgden geben.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert