Niederheid-Süd: Im Frühjahr rollen die Bagger an

Von: Udo Stüßer
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Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wirbt Köppl für den Standort Geilenkirchen mit der Nähe zur RWTH Aachen und FH Aachen, zur Autobahn und zu den Flughäfen Köln, Düsseldorf und Maastricht, weist auf Neubaugebiete, auf das breite Schulangebot und den Bahnhof hin. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Im Frühjahr rollen die Bagger an. Dann werden die ersten Firmenchefs im neuen Gewerbegebiet Niederheid-Süd an der B56 hinter der Gärtnerei Stahl ihre Gebäude errichten. „40 Prozent der elf Hektar großen Gewerbefläche sind verkauft“, freut sich Geilenkirchens Wirtschaftsförderin Susanne Köppl über bislang zehn feststehende Firmen.

Zunächst werden sich Vertreter aus den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Kfz-Dienstleistung und Internethandel auf dem Kommunikationssektor hier niederlassen. Neben produzierendem Gewerbe und einem Bauunternehmer errichtet ein Investor eine große Halle, die er dann in kleinere Hallen unterteilen und untervermieten möchte. Ein Bürogebäude für Dienstleistungen – beispielsweise für Anwälte, Ingenieure und Versicherungen – wird ebenfalls entstehen.

Seit einem Jahr ist das jüngste der vier Geilenkirchener Gewerbegebiete voll erschlossen. Doch von den Laternen der Lise-Meitner-Straße, eine ringförmige Erschließungsstraße, werden derzeit nur die Kaninchen angeleuchtet, wie es jüngst auch Bürgermeister Georg Schmitz ausdrückte. „Administrative Dinge brauchen oft ihre Zeit“, erklärt Köppl. „Bau- und Förderanträge wurden gestellt, Finanzierungsverhandlungen mit Banken und Gespräche mit Architekten geführt.“

Jetzt liegen die Bauanträge vor, die Investoren stehen in den Startlöchern. Teilweise handelt es sich um Firmen, die bereits in der Stadt beheimatet waren und expandieren wollten, teilweise handelt es sich um Firmen aus der Region, die in Geilenkirchen investieren wollen. „Über 100 Arbeitsplätze werden durch die ersten zehn Firmen entstehen“, sagt die Wirtschaftsförderin, die für die restliche noch zu vermarktende Fläche kräftig die Werbetrommel rührt.

Dabei arbeitet sie eng mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg, aber auch mit der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer zusammen, darüber hinaus wirbt sie auch überregional. Derzeit führt Köppl Verhandlungen mit weiteren Interessenten. Dabei ist sie optimistisch, auch die weiteren Flächen, die nicht parzelliert sind, vermarkten zu können. „Die Industrie- und Handelskammer hat ein gutes Wirtschaftsklima vorhergesagt. Viele Firmen sind mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. Das zeugt von einer positiven Grundstimmung“, blickt Köppl zuversichtlich in die Zukunft. „Und die günstigen Kredite unterstützen eine Entscheidung zu neuen Investitionen.“

Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wirbt Köppl für den Standort Geilenkirchen mit der Nähe zur RWTH Aachen und FH Aachen, zur Autobahn und zu den Flughäfen Köln, Düsseldorf und Maastricht, weist auf Neubaugebiete, auf das breite Schulangebot und den Bahnhof hin. „Auch die weichen Standortfaktoren sind für die Vermarktung wichtig“, sagt sie. Insgesamt haben sich in den drei Gewerbegebieten Fürthenrode (15,3 Hektar), Selka (22,7 Hektar) und Niederheid (65,5 Hektar) rund 300 Betriebe angesiedelt und über 3000 Arbeitsplätze geschaffen.

Die freien Flächen in Niederheid -Süd sind die letzten Gewerbeflächen, die die Stadt anbieten kann, die drei anderen Gewerbegebiete sind bebaut. Köppl hofft nun, dass sich hier vorrangig weitere Firmen aus den Bereichen Bauen, Gartenbau und Gebäudetechnik niederlassen, so dass hier ein Schwerpunkt entsteht. Auf jeden Fall sollen es vorrangig Firmen sein, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Sind auch die letzten Parzellen schneller als erwartet an den Mann gebracht, müssen sich die Verantwortlichen der Stadt über die Ausweisung neuer Gewerbegebiete Gedanken machen. Aber: „Die Flächennutzungspläne müssen mit dem Land abgestimmt werden. Die landesplanerische Entwicklung sieht allerdings nicht vor, Gewerbegebiete en masse zu entwickeln.“

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