Neujahrskozert mit der „Jungen Philharmonie Köln“ begeistert

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:
13815418.jpg
Egal ob am Fagott, an der Klarinette oder an den sonstigen Instrumenten: Die Musiker der „Jungen Philharmonie Köln“ lästen beim Publikum wahre Begeisterungsstürme an. Foto: Markus Bienwald
13815424.jpg
Dirigent Volker Hartung präsentierte mit seinen Musikern ein beeindruckendes Neujahrskozert mit abwechslungsreichem Programm. Foto: Markus Bienwald
13815432.jpg
Nicht nur die Solisten des Ensembles zeigten hervorragende Leistungen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass Freunde und Akteure in der klassischen Musik zum Lachen in den Keller gehen, und der Lebensfreude abschwören, den strafte das jüngste Neujahrskonzert in Übach-Palenberg Lügen. Im wieder einmal ausverkauften Pädagogischen Zentrum (PZ) an der Otto-von-Hubach-Straße trat nun schon zum 21. Mal in Folge die Junge Philharmonie Köln auf.

Mit ihrem charismatischen Dirigenten Volker Hartung zeigten sie aber nicht nur großorchestrales Format bei der überragenden musikalischen Ausführung. Hartung bewies sich aufs Neue als Unterhalter und Entertainer der Sonderklasse, der alleine schon wegen seiner Moderationen den Abend unvergesslich machte. „Wir freuen uns schon das ganze Jahr auf dieses Konzert“, sagte er, und mit dem angefügten „wir freuen uns auf den hervorragenden Saal und das tolle Publikum“, ließ er die Mundwinkel der Gäste gleich zu Beginn ganz nach oben gleiten.

Ouvertüre aus dem „Karneval“

Das gelang sicherlich auch durch das schwungvolle, abwechslungsreiche Startstück. Die Ouvertüre aus dem „Karneval“ von Antonin Dvorak war angesagt. „Er schrieb sie, kurz bevor er mit der ganzen Familie nach New York ging, um dort das heute weltberühmte Konservatorium zu gründen“, so Hartung.

Das musikalische „Abschiedsgeschenk“ an seine Heimat erwies sich in der wie frisch polierten Variante der Jungen Philharmonie als das perfekte Einstiegsstück. Beinahe ansatzlos fegten die Musiker durch die ersten Takte, und wer dachte, dass es in Sachen Tempo und Abstimmung zwischen den einzelnen Tönen nicht besser gehen kann, der ließ sich gerne vom weiteren, einfach nur mitreißend präsentierten Verlauf dieses Eröffnungsstück mitreißen.

Wenn es noch eines Beleges bedurfte, dass live präsentierte Musik pure Emotion zu transportieren vermag, dann durfte auch das zweite Stück des Abends, die Phantasie über Themen aus der Oper „Carmen“ von Bizet seine besten Seiten herauskehren.

Spielfreude und perfekte Technik

Herausragend intoniert durch den spanischen Flötisten Diego Garcia Conde, brachten sie die Ohrwürmer aus der Oper in einem Satz auf den Punkt. Langeweile kam da nicht auf, eher der Wunsch nach mehr von diesem köstlich gemixten Klangcocktail der Kölner. Krachend schlug beispielsweise die „Donner und Blitz Polka“ von Johann Strauss ein, der „Sleigh Ride“ nahm passend zum Winterwetter draußen ein wenig das Tempo heraus, und die Gäste durften sich danach „An der schönen blauen Donau“ erfreuen, ehe es in die Pause ging.

Die war für manche sicherlich kurz genug, denn nach dem kurzen Break ging es nahtlos weiter mit perfektem Spiel und Spielfreude par excellence.

Die „Champagner Polka“, der Walzer aus dem Ballett „Schwanensee“ und der „Kaiserwalzer“ ließen im Publikum insgeheim den Wunsch nach einem Tanzboden wachsen. Wiederum Dvorak war es, der mit der Mazurek für Violine und Orchester (op. 49) und dem atemberaubenden Violinensolo von Artem Komonow für Klassik auf dem Höhepunkt von Klang und Kunst stand.

Und wer wissen möchte, was sich hinter den im gedruckten Programm versprochenen „virtuosen Zugaben“ verbarg, bitteschön: „Fiddle-Faddle“ von Leroy Anderson und der unverwüstlich gute „Radetzky-Marsch“ sorgten endgültig dafür, dass das brillante Programm für ein Feuerwerk der guten Laune und ein begeistertes Publikum stand.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert