Übach-Palenberg - Neujahrskonzert der Musikschule mit Jazz-Big-Band

Neujahrskonzert der Musikschule mit Jazz-Big-Band

Von: agsb
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Aradhana Grunenberg (l.) begeisterte beim Jazzlive Konzert der Big Band mit ihren Stimme. Foto: agsb

Übach-Palenberg. Viele Musikfreunde hatten ein gutes Näschen, als sie sich entschlossen, das Neujahrskonzert der Jazzlive-Big-Band der Kreismusikschule zu besuchen.

Musik lag in der Luft, und der Andrang war gigantisch, es wurde sogar für Stehplatzbesucher in den Räumen der Musikschule in Marienberg eng.

Ein Orchester lebt von seinen Dirigenten, dieser wiederum von seinen Musikern. Rainer Tegt-meyer, dem Dirigenten, merkte man die Leidenschaft an, sein ganzer Körper schien im musikalischen Rhythmus den Takt vorzugeben. Dass die Mitglieder der Jazzlive-Big-Band Musik in den Adern haben und ihr Instrument beherrschen, dies wurde gleich des Neujahrskonzertes spürbar.

Ein Trommelwirbel zu Beginn kam vielen Musikfreunden bekannt vor, und als dann sehr kraftvoll, aber mit exzellentem Gefühl die übrigen Band-Mitglieder einstiegen, schwelgten besonders die älteren Semester in Erinnerungen. Der amerikanische Filmkomponist Mort Stevens (unter anderem bekannt durch die Musik in „Rauchende Colts”) schrieb die Filmmusik zur TV-Serie „Hawaii Five-O”, diese Serie lief auch im deutschen Fernsehen. Bereits hier schienen die Besucher allesamt mitzufiebern und wippten im Rhythmus der Melodien mit.

Die Jazzlive-Big-Band blieb in den USA, spielte Henry Mancinis „Moonriver”. Die Schwerpunkte in der Musik bei Mancini (1924 - 1994) lagen im Bereich Jazz, besonders im Swing. Die Filmmusik zum „Rosaroter Panther” erlangte Weltruhm. „Moonriver” ist ein Stück aus dem „Frühstück bei Tiffany”, das Konzert begann mit zwei Klassikern. Markus Roesch, Bandmitglied auf der Gitarre, präsentierte danach seine goldene Stimme, sang zum Musikstück „Save the last dance” von Mort Shuman. Bereits in den ersten drei Musikstücken kam Gänsehaut-Feeling auf.

Im zweiten Konzertteil freuten sich viele ganz besonders auf die Stimme von Aradhana Grunenberg. Die Band spielte „Blue skies” von Irving Berlin. Zwischenzeitlich wuchs beim Dirigenten Rainer Tegtmeyer mehr und mehr die Freude, sein ganzer Körper schien stets in Bewegung. Die Band kaufte kurzum den großen Gitarristen Carlos Santana ein, diesmal im Dress von Markus Roesch.

Dieser packte seine Gitarre mit Tigerfell aus, die Gitarre sorgte erst einmal für den Hingucker. Aber dann stimmte er „Samba pa ti” an. Santana verkörperte die Rockmusik durch sein Gitarrenspiel in einer neuen Variante. „Samba pa ti” wurde vom Mexikaner Anfang der 70ziger Jahre aufgenommen, war ein Bestandteil des zweiten Albums - für Musikfreunde das Album schlechthin. Vier Millionen Exemplare wurden verkauft, die Klassiker wie unter anderem „Black Magic Woman” kennt jeder Gitarrist.

„Pick up the pieces” von Roger Ball brachte im weiteren Musikstück die Saxophone ins Rampenlicht. Und spielten erneut Gänsehaut pur beim Beatles-Klassiker „Hey Jude”, mit über sieben Millionen Singles der Beatles-Hit überhaupt. Die ganze musikalische Klasse der Jazzlive-Big-Band wurde dann im Instrumentalwerk „Soul bossa nova” deutlich. Als Aradhana Grunenberg den Song „Its only a papermoon” anstimmte, schien es so, als stünde die große Ella Fitzgerald selbst vor dem Orchester.

Es folgte das Stück „Caravan”, das wohl größte Werk von Duke Ellington - es ist ein Musikstück voller Wechsel und Bewegung. Die Big Band zeigte ihr ganzes Können. Vor 25 Jahren schrieb Kimberly Rew der Evergreen „Walking On Sunshine”. Aradhana Grunenberg wuchs über sich hinaus, das Lied bildete den krönenden Abschluss eines sehr guten und unterhaltsamen Konzertes.
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