Übach-Palenberg - Neujahrskonzert der Jungen Philharmonie begeistert

Neujahrskonzert der Jungen Philharmonie begeistert

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
philharmonie-bild
Dirigent Volker Hartung, eine echte Persönlichkeit in der Dirigentenszene, gelang mit dem Neujahrskonzert im Pädagogischen Zentrum ein großer Wurf.

Übach-Palenberg. Großartige klassische Musik erwarteten die Besucher beim zur schönen Tradition gewachsenen Neujahrskonzert mit Recht. Und die Menschen im ausverkauften Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ) von Übach-Palenberg wurden nicht enttäuscht.

Ganz im Gegenteil, denn die zwar recht kleine, aber hervorragend aufgelegte Besetzung der Jungen Philharmonie Köln traf mit Musik und Spiel genau ins Schwarze.

Unter der bewährt hervorragenden Leitung von Volker Hartung gaben die jungen Musiker aus allen Teilen der Welt ihr Bestes. Schon beim Eröffnungsstück, der Ouvertüre zur Oper „Wilhelm Tell” von Rossini, zeigten sie ihr ganzes Können. Ob feindynamische Abstufungen, große Dynamik oder auch musikalischer Fluss: hier stimmte alles. Und die Musiker des Ensembles, das frei von programmatischen, institutionellen und politischen Zwängen spielen darf, legten immer wieder noch eine Schippe nach.

Beispielsweise verstanden sie es hervorragend, bei Johann Strauss schmissigen „Geschichten aus dem Wienerwald” die Gäste mit auf eine Reise in die alte KuK-Zeit zu nehmen. Aus der Peer-Gynt-Suite „In der Halle des Bergkönigs” von Edvard Grieg zogen sie viel musikalische Ausdruckskraft. Und das Schmankerl vor der Pause, die „Rokoko-Variationen” für Violoncello und Orchester von Peter Tschaikowsky, waren ein absoluter Hochgenuss. Solist Dima Gornowski spielte sie mit so viel Leidenschaft, mit Kraft und Herzblut, dass es den Gästen fast schon leid tat, in die Pause zu müssen.

Frisch gestärkt kamen auch die Musiker wieder zurück auf die Bühne des PZ. Dirigent Volker Hartung, eine echte Persönlichkeit in der Dirigentenszene, gelang der Spagat, die „Champagner Polka” von Johann Strauss zwischen dem Adligen des Champagners und dem Bodenständigen der Polka schwingen zu lassen. Begeisterung gab es auch für den nicht nur zur herrschenden Witterung perfekt passenden „Schlittschuhläufer-Walzer” (op. 183) von mile Waldteufel.

Der elsässische Musiker und Komponist, der über 250 Tänze, vor allem Walzer, komponierte, kam mit diesem Stück zu allen Ehren. Auch die eingeschobenen „Rigoletto-Variationen” für Klarinette und Orchester von Guiseppe Verdi bildeten hier keinen Gegenpol, sondern förderten den Eindruck eines perfekt passenden Konzertabendes. Mit Solist Miltos Mumulides an der Klarinette fanden sie ihren Meister, der inbrünstig und zart zugleich die Variationen zu feinsten Kompositionen veredelte. Zu Recht großen und lang anhaltenden Applaus erntete die Junge Philharmonie Köln auch für ihr Schlussstück. Der Kaiserwalzer setzte dem Namen entsprechend ein Glanzlicht auf ein mit Höhepunkten gespicktes, großartiges Konzerterlebnis.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert