Geilenkirchen - Neujahrsempfang: Das angenehme Arbeitsklima auch 2015 erhalten

Neujahrsempfang: Das angenehme Arbeitsklima auch 2015 erhalten

Von: Georg Schmitz
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Die Direktorin des Amtsgerichtes Geilenkirchen, Corinna Waßmuth, stößt beim 2. Neujahrsempfang mit den Bediensteten und Gästen auf das neue Jahr an. Das gute Arbeitsklima zu erhalten oder sogar noch zu verbessern ist eines ihrer erklärten Ziele für das neue Jahr. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. In ihrer Eigenschaft als Direktorin des Amtsgerichtes Geilenkirchen hatte Corinna Waßmuth die 47 Bediensteten sowie die im Gerichtsbezirk tätigen Rechtsanwälte zum 2. Neujahrsempfang eingeladen. Seit einem knappen Jahr leitet Waßmuth das Gericht, nachdem sie zuvor in der Funktion als stellvertretende Direktorin in Heinsberg tätig war.

„Ich möchte mich bei meinen Kollegen, aber auch bei den Kollegen aus der Bewährungshilfe, den Gerichtsvollziehern und den Rechtsanwälten des Bezirks für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken“, begann Waßmuth ihre kurze Begrüßungsansprache. Diese hervorragende Zusammenarbeit sei das besondere im Amtsgerichtsbezirk Geilenkirchen und führe unter anderem zu einem angenehmen Arbeitsklima. Zudem ließen die Erledigungszeiten die personelle Not in aller Regel nicht erkennen, wenn sie im nordrhein-westfälischen Vergleich gesehen würden. „Jeder hier ist bemüht, den Ansprüchen des Recht suchenden Publikums gerecht zu werden, Verständnis für die Fragen und Problemlagen zu zeigen und dementsprechend zu handeln“, war sich die Direktorin sicher. Die im Jahr 2014 neu hinzu gestoßenen Kolleginnen und Kollegen hätten selbst bei einer hohen Belastung das angenehme Arbeitsklima als positiv empfunden. Das gute Arbeitsklima zu erhalten oder sogar noch zu verbessern sei eines ihrer erklärten Ziele für das neue Jahr.

Papierlose Aktenführung

Ausblicke auf Änderungen in 2015 seien wegen noch offener Fragen zurzeit nicht möglich. Sicher sei aber, dass es in allen Diensten wie auch in einigen Arbeitsabläufen personelle Veränderungen geben werde – besonders im Hinblick auf eine geplante papierlose Aktenführung. Das Amtsgericht Geilenkirchen werde diese Neuerungen mit der gebotenen Vorsicht, aber auch mit dem erforderlichen Engagement aufnehmen.

Vor 20 Jahren erhielt das historische Gebäude an der Konrad-Adenauer Straße nach erfolgtem Umbau und einem neuen Anstrich der Fassade das noch heute gültige Gesicht. Ein Blick in die Geschichte der Geilenkirchener Gerichtsbarkeit führt zurück in die Jahre 1858/59, als es in der Stadt bereits ein Friedensgericht Geilenkirchen gab. Im besagten Zeitraum waren bereits 811 Zivilprozesse anhängig. Die Prozessfreudigkeit war gemessen an der damals wesentlich niedrigeren Bevölkerungszahl bemerkenswert hoch. Beim Friedensgericht Geilenkirchen hatte zeitweise auch der seinerzeit äußerst populäre Dichter und Verfasser des Rheinliedes, Nikolaus Becker, gearbeitet. Das königlich-preußische Amtsgericht befand sich um die Jahrhundertwende im Klostergebäude der Ursulinen, in unmittelbarer Nähe der Wurm.

Angesichts verschiedener Mängel und Missstände war mit dem Amtsgericht aber kein Staat zu machen. So stellte die Justizverwaltung im Zusammenwirken mit der Stadt Geilenkirchen Überlegungen an, ein neues Amtsgerichtsgebäude zu errichten. Zahlreiche Grundstücksangebote wurden überprüft und begutachtet.

Als dann am 1. Dezember 1912 der Mietvertrag für die vorhandenen Räumlichkeiten unerwartet von den Ursulinen gekündigt wurde, geriet die Justiz in Zeitdruck. Ein Grundstück wurde aber schnell gefunden und so fand das Amtsgericht vor mittlerweile mehr als 100 Jahren seinen Platz auf einem der Hügel Geilenkirchens, dort, wo die Justiz noch heute residiert.

Justitias Hallen erfuhren im Laufe der Jahrzehnte mehrmals eine Erweiterung und wurden zwischenzeitlich barrierefrei mit Aufzug und behindertengerechtem Eingang ausgebaut.

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