Übach-Palenberg - Neues Wehrhaus ist modern und funktional

Neues Wehrhaus ist modern und funktional

Von: mabie
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Löscheinheitsführer Thomas Fuchs (l.) führte die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses auch in den Technikraum des sehr verbrauchsarm ausgelegten Gebäudes. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Thomas Fuchs kann sich in diesen Tagen ein Lächeln kaum verkneifen. Ist es doch kein Wunder, schließlich freut sich der Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr in Scherpenseel schon riesig auf die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses im Ort.

Das alte, Baujahr 1983, wird den modernen Anforderungen, der sich die 32 aktiven Frauen und Männer stellen müssen, in keiner Weise mehr gerecht. So misst die Fahrzeughalle gerade einmal 12,50 mal 6 Meter. Darin befinden sich neben den beiden Einsatzfahrzeugen der Scherpenseeler Wehr obendrein die Spinde mit der persönlichen Schutzausrüstung der Kameraden.

Alter Bau mit vielen Defiziten

Eine Lüftungsanlage fehlt ebenso wie eine Umkleide, es gibt auch keinen Versammlungsraum, beispielsweise für den immer wieder nötigen theoretischen Unterricht. Ein lediglich 15 Quadratmeter kleiner Aufenthaltsraum mit ebenso „überschaubarem” Flur und Nassbereich - der eine Toilette, eine Dusche, ein Urinal und zwei Waschtische zählt, das für beide Geschlechter - ergänzt den Bau.

Zu wenig Platz, eine recht ungünstige Verkehrsanbindung und eine insgesamt veraltete Einrichtung: Das bisherige Feuerwehrhaus in Scherpenseel entspricht unterm Strich nicht mehr den Anforderungen, die heute an die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr gestellt werden. 2008 wurde der entsprechende Ratsbeschluss für einen Neubau an anderer Stelle gefällt. Der Neubau in direkter Anbindung an die Grotenrather Straße ist bald fertig.

An der Hauptverkehrsader

Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses der Stadt nutzten vor ihrer jüngsten Sitzung die Möglichkeit zur Besichtigung des Neubaus neben der Turnhalle der Katholischen Grundschule (KGS). Nur wenige Meter von der Hauptverkehrsader, der Heerlener Straße, die für die Kameraden auch den schnellen Weg bei der grenzüberschreitenden Hilfe in die Partnergemeinde Landgraaf/NL bildet, werden Anforderungen nach DIN erfüllt. Das bedeutet eine Fahrzeughalle mit drei Rolltoren und vier Metern Durchfahrtshöhe und etwa 180 Quadratmetern Fläche.

Platz für drei Einsatzfahrzeuge

Drei Einsatzfahrzeuge finden darin Platz, Übungen innen wie auch die optimale Reinigung und Pflege der Einsatzmittel sind möglich. Automatische Tore runden die Ausstattung ab. Daran schließt sich der so genannte „Sozialtrakt” an, der über einen Alarmflur, nach Geschlechtern getrennten Dusch- und Umkleideräumen, ein Büro für die Einsatzleitung sowie Schulungsraum plus Küche und Werkstatt verfügt.

Insgesamt finden sich hier mit der Fertigstellung, die für Mitte bis Ende Mai vorgesehen ist, knapp 2000 Kubikmeter umbauter Raum auf rund 460 Quadratmetern Grundfläche. Die Bauweise ist, so erklärte Manfred Gutt von der Verwaltung, betont funktional, wurde in konventioneller Form in Massivbauweise mit Pultdach zum schlüsselfertigen Festpreis ausgeschrieben.

19 Pkw-Stellplätze

Das Bauwerk kostet alleine rund 680.000 Euro, nochmal etwa 93.000 Euro kommen für Grunderwerb, Ausgleichsmaßnahmen und Einrichtung obendrauf. Darin enthalten sind beispielsweise auch die Kosten für die 19 Pkw-Stellplätze, einen Waschplatz mit Ölabscheideanlage für Einsatzfahrzeuge und auch die technische Ausstattung.

Das Gebäude wird später durch sparsame Gas-Brennwerttechnik samt Solarunterstützung und Fußbodenheizung rundum sehr sparsam sein. Das dürfte auch Thomas Fuchs sehr interessieren, der für die vorgesehene Einweihung schon mal Samstag, 18. Juni, fest im Kalender notiert hat. Tags drauf soll es dann noch einen Tag der Offenen Tür geben.
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