Neues Haus für die Rappelkiste entsteht

Von: Markus Bienwald
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Erster Spatenstich auch für d
Erster Spatenstich auch für die Kinder, doch die „Profis” wie Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (hi.,3.v.r.), Superintendent Pfarrer Jens Sannig (hi.,2.v..r), Investor Friedhelm Welter (hi.,M.), Hans-Jürgen Oehlschlaeger (hi.,3.v.l.) und der Vize- Landrat Wilhelm Paffen (hi.,l.) wussten, was zu tun ist. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Spielen, basteln, toben, ja das ist wunderbar”: Da waren sich Kinder, Eltern und Offizielle vom Kindergarten „Rappelkiste” an der Frelenberger Theodor-Seipp-Straße schon immer sicher.

Doch wie die oben zitierte Liedzeile zeigt, steht auch Vorfreude an in der vom Christlichen Kindergartenverein getragenen Einrichtung. Denn nun wurde der erste symbolische Spaten in der Frelenberger Erde versenkt und damit der Weg freigemacht für einen völligen Neubau.

Auf der bisherigen Grünfläche neben dem weiter bestehenden und bislang einzigen Bau aus dem Jahr 1956 wächst innerhalb eines Jahres ein völlig neuer, moderner Gebäudeteil. Bislang gibt es in der vom Christlichen Kindergartenverein getragenen Einrichtung nur zwei Gruppen. Das alte Gebäude scheint jetzt schon an seine Grenzen gekommen, es wirkt auf 200 Quadratmetern zwar den Umständen entsprechend angepasst. Doch wenn künftig, auch vor dem Hintergrund der für 2013 angepeilten Umsetzung des Kinderbildungsgesetzes (Kibiz), noch eine dritte Gruppe hinzukommt, ist dort kein Platz mehr.

Integrierte Küchen

Bereits im Juni 2009 wurde im betreffenden Fachausschuss eine dahingehende Planung vorgestellt. Das nochmals überarbeitete Konzept der Architekten „Cordes + Cohnen” aus Wassenberg sieht nun eine Gesamtfläche von 650 Quadratmetern vor. Von außen wird die auf dem Plan noch mächtig wirkende Fläche geschickt durchbrochen. Flachdächer und flache Pultdachteile wechseln sich ab, die Fassade erscheint nicht als einheitliche Masse, sondern aufgelockert, was dem eingeschossigen Bau insgesamt mehr Charme geben soll.

Die zur Straße gerichtete Fläche wirkt dabei weniger massig als der Altbau, die wahre Größe entfaltet sich nach hinten heraus. Zwei Außenflächen, die beispielsweise für einen Teil als Freifläche zum Bolzen zur Verfügung stehen kann, während der andere Part fest installierte Spielgeräte beherbergt, sind auch vorgesehen. Vor dem Haupteingang gibt es eine kleine Terassenfläche, auf der Eltern sich treffen können, hinter dem Haupteingang und dem integrierten Windfang öffnet sich dann der großzügige Neubau. Linker Hand finden Kiga-Leitung und -Mitarbeiter ihr neues Domizil, dazu kommen Funktionsräume und ein insgesamt von den eigentlichen Gruppenräumen gut abgetrennter Bereich.

Gestalterischer Höhepunkt im Zentrum des Neubaus wird das so genannte „Kinderrestaurant”. Dieses soll - so der Architekt bei einer Vorstellung des Konzeptes im Fachausschuss im November 2010 - ein Treffpunkt im Inneren werden und die üblicherweise in den Gruppenräumen integrierten Küchen ersetzen. Die drei Gruppenbereiche zeigen sich als bauähnliche Module, die alle Schlaf-, Wickel- und Sanitärraum haben. Damit wird ein Gruppenbetrieb möglich, bei dem die Kinder immer innerhalb des fest definierten Gruppenbereiches bleiben, ohne beispielsweise über den Flur zur Toilette laufen zu müssen. Jeder Gruppenraum hat dazu noch einen kleineren Nebenraum und eine Terrasse, dazu kommen zentral neben dem „Kinderrestaurant” noch ein Mehrzweckraum und die große Außenterrasse.

Während über die Baukosten nichts bekannt wurde, ist die Finanzierung eindeutig. Seitens der öffentlichen Hand war keine Förderung möglich, so sprang Friedhelm Welter als Investor in die Bresche. Er steht bereits hinter zwei Kindertagesstätten im Kreisgebiet Heinsberg und freute sich sichtlich, auch hier den Spaten in den Boden senken zu können. Superintendent Pfarrer Jens Sannig von der Evangelischen Kirchengemeinde freute sich über den „starken Partner”. Er blickte auf ein Jahr voller aufgewühlter Erde und sah der Grundsteinlegung entgegen. Immer wieder beeindruckend sei jedoch, wie in der als Familienzentrum zertifizierten „Rappelkiste” so gute pädagogische Arbeit bei so geringer finanzieller Ausstattung geleistet wurde und wird.

„Die Kleinen sind die Wichtigsten”

„Die Kleinen sind die Wichtigsten”, ergänzte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Hans-Jürgen Oehlschlaeger vom Kreisjugendamt sah eine Herausforderung darin, den Bau während des laufenden Betriebs zu errichten. Und die Lösung mit dem Investor fand er auch sehr wegweisend, vor allem wenn dadurch 18 neue Plätze in der U3-Betreuung entstehen. Neue Plätze und Räume müssen geschaffen werden

Neben den drei buchbaren Stundenpaketen - 25, 35 oder 45 Betreuungsstunden pro Woche - kommt durch das Kibiz noch der ab 1. August 2013 geltende Rechtsanspruch auf eine Tagesbetreuung für unter Dreijährige hinzu. Alle Träger von Kindertagesstätten im Stadtgebiet müssen nun entsprechende Plätze und die zusätzlichen räumlichen Bedingungen für Ruhezonen oder Wickelbereiche schaffen.

In diesem ersten Halbjahr sind schon bei den Kindertagesstätten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Boscheln und Scherpenseel, sowie der „Rappelkiste” in Frelenberg die Baumaßnahmen angelaufen.
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