Neues „Happy“-Video: Professionell getanzt für Palenberg

Von: Markus Bienwald
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„Happy“ in Übach-Palenberg: Die Compagnie des Theaters Traumkarussell sorgt für strahlende Gesichter – bei sich selbst wie auch bei anderen Menschen – und kreiert auf diese Weise eine außergewöhnliche Form von Stadtmarketing. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Die Palenberger Geschäftsleute trotzen dem Trend und sind „happy“. Denn so muss es erklärt werden, das Tanzen im Blumenladen, die schwingenden Hüften mit Pinsel und Quast in der Hand. Kein Problemfall im Geschäftszentrum von Palenberg, denn bei einer Aktion des Theaters „Traumkarussell“ tanzten sich die jungen Mitglieder dieser Tanzcompagnie durch etliche Geschäfte.

Hier wurden Uhren und Schmuck zum Beiwerk für eine tänzerische Einlage, dort reichte den tanzenden jungen Damen schon ein Blümchen. Nichts lag da näher, sich als Aufhänger den Welthit „Happy“ von Pharell Williams zu schnappen und daraus mit der jecken Compagnie einen eigenen Clip zu machen.

Werbung für den Standort

Warum das Ganze? „Darum, eben drum“, sagt Ingrid Heinze, die als Theaterchefin hinter der Idee steht. Obwohl sie eine Idee aufgriff, die derzeit um die Welt geht, wollte sie mit dem ihr ureigenen Sinn für etwas Eigenes im Wust des Gleichen doch andere Akzente setzen. „Mir ging es darum, die Geschäftsleute, die es noch in Palenberg gibt, davon zu überzeugen, einmal was total anderes zu machen, um für ihr Geschäft und ihren Standort zu werben“, so Ingrid Heinze über ihre Idee.

Ein bisschen Geld mussten die Ladeninhaber zwar in die Hand nehmen, das Ergebnis aber überzeugt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Palenberg nach Ansicht einiger ansässiger Geschäftsleute und Anwohner in den vergangenen Jahren viel von seinem ursprünglichen Charme und der Auslegung als Geschäftszentrum verloren hat, ist so eine Aktion mehr als nötig, glaubt Ingrid Heinze. „Besser als ein Bypass“, findet sie sogar. 24 Geschäfte sind an einem Tag schnell abgehandelt. Und wer die Professionalität von Chefin und Crew kennt, weiß, das geht im Laufschritt.

Boombox und HD-Kamera

So fliegen in den Geschäften die Türen auf, eine wilde Horde flott eingekleideter Tänzer strömt ein, schnappt sich eine Handvoll Waren, tanzt durch den Laden – und vielleicht zweihundert Sekunden später ist alles vorbei. Zwischendrin gestikuliert Ingrid Heinze, feuert die ihren an, die Boombox der Mutter einer der Tänzerinnen gibt dazu den Beat, Kameras klicken, eine HD-Filmkamera bannt das Gesehene auf eine Speicherkarte. Dann tanzen die Wilden vom Traumkarussell wieder ab.

Auf diese rasend schnelle Art und Weise wurden zwar nur kleine Sequenzen erfasst, die aber die Faszination der „Happy“-Bewegung auf die bestmöglich reduzierte und spontane Art festhalten dürften. Später aber wurde das Ganze zusammengefügt zu einem Film von 8:50 Minuten, der nun nicht nur nach Ansicht der Macher ein Stück perfektes Stadtmarketing darstellt, sondern auch das Zeug zum Hit im Netz hat.

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