Neues „Flaggschiff“ der Feuerwehr auf dem besten Stand der Technik

Von: g.s.
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Der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen, Stadtbrandinspektor Michael Meyer (r.), und sein Stellvertreter Armin Pennartz inspizieren fachmännisch das moderne HLF 20. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen freut sich über ihr neues „Flaggschiff“, das nun den Fuhrpark der Wehr bereichert. Mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug „HLF 20“ verfügt die Stadt über eines der derzeit modernsten Kombi-Fahrzeuge, das sowohl bei Löschmaßnahmen als auch in fast allen Bereichen der technischen Hilfeleistung eingesetzt werden kann.

Das rund 395.000 Euro teure HLF 20 ersetzt gleich zwei Fahrzeuge der Geilenkirchener Feuerwehr. Zum einen den 27 Jahre alten Rüstwagen, der beispielsweise mehr schlecht als recht die Steigung des Mausbergs bewältigen konnte, dieser Rüstwagen wird nun ausrangiert. Zum anderen wurde getauscht das früher bei der Löscheinheit Geilenkirchen stationierte LF 8/6, das nun der Löscheinheit Süggerath zur Verfügung steht. Die Süggerather wiederum mussten bei etwa jedem zweiten Einsatz das alte Tragkraftspritzenfahrzeug anschieben, damit der Motor überhaupt ansprang.

Auch die Stadt Geilenkirchen wird es freuen, denn in Zeiten knapper Kassen muss nun ein Feuerwehrfahrzeug weniger aufwendig unterhalten werden. Die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr wird auf dem bestehenden Niveau erhalten bleiben, denn das HLF 20 beinhaltet alle technischen Spezifikationen, die zuvor die beiden alten aufwiesen und zusätzliche Neuerungen.

Auf der Basis einer Daimler Benz Atego Technik bringt das Allrad-betriebene, 16 Tonnen-Fahrzeug 290 PS auf die Straße. Der Rosenbauer-Aufbau erfüllt alle Kriterien modernster Feuerwehrausstattung.

Eine Neuheit für die Geilenkirchener Wehr ist in der 8-Personen-Mannschaftskabine zu finden. Diese ist mit vier Pressluftatemgeräten bestückt, die bereits auf der Anfahrt zu einer Einsatzstelle angelegt werden können. Dies führt zu einer Zeitersparnis, die sich an der Einsatzstelle positiv auswirkt. Ebenfalls neu für die Geilenkirchener Feuerwehr ist der eingebaute 180-Liter Schaummitteltank, dessen Flüssigkeit über eine Pumpe direkt dem Löschwasser aus dem 1600-Liter-Wassertank zugemischt werden kann. Neben einem kompletten Rettungssatz verfügt das HLF 20 über zwei fahrbare 1-Personen-Haspeln (Schlauchwickler) sowie einen Hochleistungslüfter. Die Materialkammern sind zudem für 15 Druckschläuche und zwölf C-Schläuche ausgelegt. Der 60 Meter lange Schnellangriffschlauch ist zehn Meter länger als bisher. Ein Hygienebrett mit Wasserausgabe, Seife und Desinfektionsmittel ist ebenfalls vorhanden.

Neu ist der eingebaute aber auch entnehmbare Tablet-PC. Zur Ausstattung zählen diverse Beleuchtungseinrichtungen, wie die Umfeldbeleuchtung mit LED-Technik, die windschnittig im Aufbau angeordneten Blaulichter und der bis zu sechs Meter ab Straßenniveau ausfahrbare Xenon-Lichtmast. Das HLF 20 verfügt nicht nur über Analog- und Digitalfunk, sondern auch über eine Seilwinde, die erfahrungsgemäß häufig bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommt. Am vergangenen Wochenende fand in Luckenwalde/Brandenburg eine erste Einweisung in die Technik des Hilfeleistungslöschfahrzeuges statt, bevor es zur Löscheinheit Geilenkirchen überstellt wurde. Dort ist es nun stationiert und soll in wenigen Monaten auch noch offiziell eingeweiht werden.

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