Neues Bauland in der Gemeinde Gangelt

Von: dawin
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Gangelt. Die Nachfrage in den Gangelter Ortsteilen nach Wohnbauland ist nach wie vor recht groß. Und um hier weitere Weichen für die Zukunft zu stellen, beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Gangelt in seiner jüngsten Sitzung mit drei Änderungen des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung von Bebauungsplänen.

In Schierwaldenrath , wo ebenfalls in der heimischen Bevölkerung Interesse am Häuslebau besteht, wird das Wohngebiet „Hinter der Kirche“ entstehen. Die Änderung des Flächennutzungsplanes bezieht sich auf ein Areal von insgesamt 1,38 Hektar. Davon sollen 0,5 Hektar als Mischgebiet für Einzel- und Doppelhäuser sowie Gewerbebetriebe, die das Wohnen nicht wesentlich stören, neu ausgewiesen werden. Die übrigen 0,88 Hektar, die derzeit als gemischte Baufläche markiert sind und wegen ihrer Randlage umständlich zu erschließen sind, sollen als landwirtschaftliche Fläche dargestellt werden.

Ein Vertreter des Planungsbüros stellte die Details in der Sitzung vor. Danach erfolgt die Entwicklung des Wohngebietes im Mittelpunkt des Ortes. Insbesondere die Kirche, die unmittelbar an das Plangebiet grenzt, biete aufgrund ihrer Lage und Architektur hohe Potenziale für das Umfeld. Ziel der Planungen sei es, den Chorbereich der Kirche in den öffentlichen Raum und damit in die öffentliche Wahrnehmung besser zu integrieren.

In der Nähe der Kirche soll, so der Planer, ein Regenrückhaltebecken errichtet werden. Dieses Planungselement stieß jedoch bei Hans-Günter Heinen von den Freien Wählern auf große Bedenken: „Ich sehe die Gefahr, dass Wasser durchsickern kann und dann das Kirchengemäuer, das bestimmt nicht so abgedichtet ist wie die neuen Häuser heutzutage, beeinträchtigt wird.“

Bodenbeschaffenheit prüfen

Um Ärger zu vermeiden, solle man die Bodenbeschaffenheit zunächst prüfen. Der Planer, der eine solche Gefahr nicht sieht, sagte dennoch eine zusätzliche Untersuchung zu. Gegen die Stimme der Freien Wähler wurden Flächennutzungsplan und Bebauungsplan zugestimmt.

Auch in Kreuzrath wird bald gebaut werden können – im Neubaugebiet „Im Kranzfeld“. Bei dem 0,7 Hektar großen Plangebiet handelt es sich um die hinteren Grundstücksbereiche von privaten, ortsansässigen Eigentümern. Hier sollen etwa sechs Baugrundstücke mit jeweils rund 480 bis 1000 Quadratmetern für Einfamilienhäuser entstehen.

Auch Hastenrath kann expandieren. Der Bebauungsplan „Hinter dem Kamp“ mit 1,3 Hektar Wohnbauland für Einzel- und Doppelhäuser erhielt vom Ausschuss ebenfalls Grünes Licht. Die Flächen nordöstlich des Sportplatzes haben aus Sicht der Gemeindeverwaltung mehrere Vorzüge: Zum einen befinden sie sich bereits an einer voll erschlossenen Straße, so dass die vorhandene Infrastruktur nicht wesentlich ertüchtigt werden muss.

Zum anderen liegt das Neubaugebiet städtebaulich gesehen in einem Siedlungszusammenhang. Will heißen: Es ist umgeben unter anderem von bestehender Wohnbebauung und vom Sportplatz. Beim Stichwort Sportplatz wollte Rainer Mansel (SPD) wissen, ob man die Sportstätte, die eh kaum für den Spielbetrieb genutzt werde, nicht in die Bebauung miteinbeziehen könne. „Wohl kaum, das ist bei der Bezirksregierung nicht durchzukriegen“, meine Willibert Mevissen, Fachamtsleiter für Bauen und Planen. Außerdem, so die Reaktion aus dem Ausschuss, werde der Sportplatz sehr intensiv für Trainingszwecke genutzt.

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