Neue Windräder in Lindern und Tripsrath?

Letzte Aktualisierung:
wind3sp-foto
Viele Linderner und Beecker sind sauer: Zu den acht bestehenden Windrädern sollen noch vier bis fünf weitere hinzukommen. Sie sehen ihre Landschaft damit verschandelt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Menschen kamen mit vielen Fragen: Wie hoch werden die Windräder sein, die vor unserem Ort aufgestellt werden? Wie laut werden sie sein? Und wie oft trifft uns der Schlagschatten der Rotorblätter?

Und manche Menschen brachten ihre Ängste und ihren Unmut zum Ausdruck: Weniger Lebensqualität, sinkender Wert der eigenen Immobilie, lauteten deren Argumente. Und dennoch: Die großen Proteste blieben am Dienstagabend aus, als Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler zur Bürgerinformation in die Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule eingeladen hatte und über Windkraftanlagen in Geilenkirchen informierte. Viele Bürger standen den Vorhaben sogar positiv gegenüber.

Die Stadt Geilenkirchen plant, die südöstlich von Lindern gelegene 50 Hektar große Konzentrationszone in Richtung Süden, also in Richtung Beeck, um 33,6 Hektar zu erweitern. Hier sollen zu den acht bestehenden vier bis fünf weitere Windräder errichtet werden. Eine neue Konzentrationszone soll nordöstlich von Tripsrath, unweit des Heinsberger Ortsteils Baumen, ausgewiesen werden. Hier sollen drei bis vier Windräder aufgestellt werden. Drei Anlagen sind bereits auf sieben Hektar vorhanden. Die neue Zone soll 17,5 Hektar umfassen.

Fiedler hatte eigentlich mit wesentlich größerem Interesse gerechnet, als er und Mitarbeiter der Aachener Planungsgruppe MWM über die Windkraftkonzentrationszonen bei Lindern und Tripsrath informieren wollten. Schließlich kamen nur rund 100 Besucher, unter ihnen einige Stadtverordnete.

Alexander Jansen, Leiter des Stadtentwicklungs- und Umweltamtes, erläuterte die Gründe der geplanten Maßnahme: Bis 1995 hätten sich sieben Windkraftanlagen an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet befunden. „Es gab zusätzliche Anfragen und Anträge, so dass 1997 eine Änderung des Flächennutzungsplans erfolgte und eine 50 Hektar große Konzentrationszone bei Lindern und eine kleinere bei Tripsrath ausgewiesen wurden.

Nun sind beide Zonen belegt”, erklärte er. Insgesamt seien rund 0,7 Prozent des Stadtgebietes mit Konzentrationszonen für Windkraft belegt. Ein Vorentwurf der Flächennutzungsplanung sehe nun die Ausweisung einer neuen Konzentrationszone vor. Jetzt befinde man sich in der Phase der Bürgerbeteiligung, die Pläne würden bis zum 25. Mai im Rathaus ausliegen. Über den Planentwurf entscheide dann der Stadtrat.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert