Neue Unterkunft für Obdachlose

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
obdach-foto
Der hintere Gebäudekomplex für Obdachlose an der Heinsberger Straße in Frelenberg ist bereits Geschichte. Auch die vorderen Bauten werden noch weichen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Zwei Blöcke sind schon abgerissen, die beiden übrigen Wohnblöcke für Obdachlose der Stadt Übach-Palenberg an der Heinsberger Straße in Frelenberg sind auch bald dran. Und das, da waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Familien, Senioren und Soziales sicher, ist auch gut so.

Anstelle des bereits abgerissenen Gebäudekomplexes, der aus den 1950er-Jahren stammte, wird ein neuer Komplex entstehen. Dafür gab es verschiedene Gründe, wie der Erste Beigeordnete Engelbert Piotrowski in der Sitzung ausführlich darlegte.

Vor allem der Zustand der bisher genutzten Gebäude an der Heinsberger Straße erwies sich als katastrophal. „Die Gebäude sind nicht isoliert, die Bewohner können heizen, wie sie wollen, und kriegen die Bude einfach nicht warm”, formulierte es Piotrowski. Daher seien vor allem die Betriebskosten in Sachen Energie auf einem für die Stadt völlig inakzeptablen Niveau.

Mit veralteten Bädern samt Zinkwanne und so genanntem „Badeofen” und einem Hausstromnetz, das nicht mehr den Ansprüchen genüge, sei zudem die bauliche Sicherheit nicht immer gewährleistet. Dazu komme die schwierige Gestaltung der Unterbringung des betroffenen Personenkreis, der sich auch aus sozialer Sicht nicht immer einfach gestalte. So komme es vor, dass Menschen, die in den städtischen Obdächern wohnen, auf dem „normalen Wohnungsmarkt” nicht zu vermitteln seien.

Bereits 2008 geplant

Vor diesem Hintergrund plante die Stadt bereits im Jahr 2008 den Neubau einer Unterkunft. Damals stand die Maßgabe, die dafür zur Verfügung stehenden Mittel auf insgesamt 580.000 Euro zu deckeln, im Vordergrund. Nachfolgend beauftragte Planer schossen über die Zielsumme hinaus, so dass nun das Projekt unter Ägide der Stadtverwaltung neu aufgegriffen werden muss.

Bei den Planungen, die im Ausschuss vorgestellt wurden, wurde schnell der relativ einfache Grundriss deutlich. An der Stelle des ehemaligen hinteren Gebäudes rückt ein zweigeschossiger Neubau. Er ist nicht unterkellert, verfügt über ein Pultdach, eine nach Aussage der Stadt „robustere und einfache Bauweise” und zwei fast identisch aufgeteilte Stockwerke.

In der von der Front aus jeweils links gelegenen Seite befinden sich fünf Einzelzimmer mit je 13 Quadratmetern Fläche. Den Bewohnern steht eine Gemeinschaftsküche sowie eine Dusche samt WC und Waschbecken sowie ein weiteres WC zur Verfügung. Auf der anderen Gebäudeseite finden zwei kleine Wohnungen mit jeweils etwa 38 und 55 Quadratmetern Platz, in denen zur Not auch Familien unterkommen können.

Der nicht für die Bewohner zugängliche Technikraum wird im Obergeschoss platziert. Über eine Nutzung regenerativer Energien wurde seitens der Planer ebenfalls nachgedacht, während eine Ausführung der allgemeinen Sanitäreinrichtungen aus Edelstahl, der gegen Vandalismusschäden wesentlich besser gefeit ist, aus Kostengründen verzichtet wurde. Mit einer Fertigstellung rechnet die Stadt schon Ende 2010.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert