Neue Triebwerke für Awacs-Jets: Initiative wartet auf echte Verbesserungen

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Die Triebwerke der Awacs-Jets sorgen mit ihrem Lärm schon seit Jahren für Verärgerung unter den Flugplatzanrainern. Foto: dpa

Geilenkirchen. Zum 35. Jahrestag des Flugbetriebs vom Nato-E3 Verbandes in Geilenkirchen gibt die „Initiative gegen Awacs-Emisionen“ eine Presseerklärung ab.

Hier der Text: „Es gibt nicht nur Grund zu feiern. Schön dass die Nato ein Fest auch für die Bevölkerung organisiert und sich vorstellt. Neben den bekannten Vorteilen muss aber auch erwähnt werden, dass die Triebwerke der Nato Flugzeuge alt und damit laut und ineffizient sind. Dieses Problem ist genau so alt wie der Verband und ist die ganze Zeit nicht gelöst worden.

Es gibt seichte Kompromisse, die Zahl der Flugbewegungen außerhalb der regulären Platzöffnungszeiten von wochentags 6 bis 22 Uhr zu reduzieren. Eine ,harte Beschränkung' hat dem Vernehmen nach nur die Niederlande durchgesetzt, dass es nicht mehr als 30 entsprechende Flugbewegungen Richtung Westen pro Jahr geben darf.

Die Triebwerke sind mit Spitzenschallpegel um 100 dBA im Geilenkirchener Stadtzentrum nun einmal gesundheitsschädlich laut. Anwohner können nicht tagsüber mit Gehörschutz rumlaufen wie die dort Bediensteten. Es bleibt das Warten auf leisere Triebwerke, wie sie die anderen Awacs-Flotten aus England, Frankreich und Saudi-Arabien bereits einsetzen.

Kann die Nato zum nächsten Jubiläum solche leiseren Triebwerke präsentieren, wäre dies ein Gesundheitsgewinn für alle Umwohnenden und auch betrieblich hätte die Nato Vorteile: Durch geringeren Rußausstoß können die Flugzeuge mit einer Tankfüllung rund drei Stunden länger in der Luft bleiben. Kommt es dadurch zu weniger Flugbewegungen, ist auch die Umwelt weniger geschädigt.

Dass jetzt über 60 Gastmaschinen im Minutentakt dröhnend über unsere Köpfe hinweg in Richtung Nato-Flugplatz fliegen, halten sehr viele lärmgeplagte Menschen in und um Geilenkirchen für störend und überflüssig.

In diesem Sinne wünschen wir der Nato nicht nur ,same procedure as every year', sondern würden uns zum nächsten Mal gerne über echte Verbesserungen in Sachen Lärm und Umweltschutz für alle freuen.“

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