Geilenkirchen - Neue Stadtführung in Geilenkirchen

Neue Stadtführung in Geilenkirchen

Von: g.s.
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Die historischen Pfründe, wie
Die historischen Pfründe, wie hier die Burg Geilenkirchen im Hintergrund, sichtbar machen wollen Bürgermeister Thomas Fiedler, Gästeführerin Berti Davids-Heinrichs, Roswitha Beckers vom Kulturamt und Stadtführer Johann Plum (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Man kann gar nicht genug tun, um die Geschichte von Geilenkirchen erschließbar zu machen”, brach Bürgermeister Thomas Fiedler eine Lanze für die Stadt an der Wurm. Anlass für seine lobende Äußerung war die Vorstellung einer neuen Stadtführung durch den historischen Kern von Geilenkirchen.

Hier hat sich mit Johann Plum ein „Kind der Stadt” eingebracht, das über die notwendige Qualifikation und das Know-how verfügt.

Die Stadt unterstützt die erstmals am kommenden Samstag, 11 Uhr, ab Rathausplatz veranstaltete Führung, die nun neben den Geilenkirchen-Exkursionen von „Westblicke” ihr Publikum finden soll.

„Unsere Stadt erklärt sich nicht von allein, da ist es gut, wenn die geschichtliche Entwicklung bei den Führungen herausgestellt wird”, bemerkte Fiedler. Der gleichen Meinung war auch Gästeführerin Berti Davids-Heinrichs, die für „Westblicke” bereits dreimal ein interessiertes Publikum mit der Historie von Geilenkirchen vertraut gemacht hat.

„Ich bin ein Kind der Wurm”, stellte sich Davids-Heinrichs vor und ging auf die Bedeutung des kleinen Flusses für die Stadt ein. Bis 1802 habe es eine klare Trennungslinie zwischen Geilenkirchen und Hünshoven gegeben.

Dies resultierte auch daraus, dass Geilenkirchen dem Bistum Lüttich und Hünshoven dem Bistum Köln zugeordnet waren. Es gibt noch vieles über die Historie der Stadt zu erzählen, und das weiß auch Johann Plum, der in Eigenregie parallel zu „Westblicke” eine Stadtführung ausgearbeitet hat.

Der Bürgermeister hat die Idee von Plum dankbar aufgegriffen und sieht dessen Vorstellung der städtischen Geschichte als Ergänzung zu den Führungen von „Westblicke” und Berti Davids-Heinrichs.

„Jeder Stadtführer setzt unterschiedliche Akzente und bringt unterschiedliches Temperament mit ein”, wirbt Fiedler für beide Führungen. Es lohne auf jeden Fall, sich einmal geführt der Stadt zu nähern, ist sich der Bürgermeister sicher.

Auch Berti Davids-Heinrichs sah Plums Führung als ein ergänzendes Nebeneinander, bei dem nur die Termine abzuklären seien, damit es nicht zu Überschneidungen komme. Davids-Heinrichs erscheint bei ihren Exkursionen in die Vergangenheit bekanntlich immer im Kostüm einer Burgfrau oder adeligen Dame, wie im Mittelalter üblich. Dem will Johann Plum zukünftig ebenfalls Rechnung tragen, und deshalb ist er derzeit auf der Suche nach dem alten Outfit eines früheren Geilenkirchener Schöffen.

Plum hat eine Ausbildung als Tourismusfachmann absolviert und bei zahlreichen Führungen in Tongeren und Brüssel die notwendigen Erfahrungen gesammelt. Ein halbes Jahr lang hat er selber in Brüssel die Führung internationaler Gäste geleitet und zwar in deutscher wie auch in niederländischer Sprache.

„Ich hoffe, vielen Menschen auch aus den Niederlanden und Angehörigen des Awacs-Verbandes die Stadt Geilenkirchen näher bringen zu können”, nennt Plum sein Ziel. „Das sind Formen der Annäherung an Geilenkirchen.

Wir haben historische Monumente und pittoreske Gebäude zu bieten, man muss sie nur sichtbar machen”, so Thomas Fiedler. Geilenkirchen brauche keinen Vergleich zu anderen Städten zu scheuen und könne seine nahtouristische Kompetenz ruhig vorzeigen. Berti Davids-Heinrichs war sich sicher, dass auch die ausländischen Mitbürger an der Geschichte der Stadt interessiert sind.

Immerhin beherberge Geilenkirchen fast 90 verschiedene Nationalitäten in seinen Mauern. Die Gästeführerin wies auf die Führungen von „Westblicke” am 25. September (11.30 Uhr) und 27. November (17.30 Uhr) jeweils ab Markt hin. Wobei letztere unter dem Titel „Geilenkirchen leuchtet hell und warm” dank der angestrahlten Denkmäler ihren besonderen Reiz ausübt.

Die Führungen beinhalteten auch die Besichtigung des Wurmfensters. Johann Plum wird erstmals am kommenden Samstag, ab 11 Uhr Interessierten die Stadt an der Wurm erschließen. Er hat noch keinen festen Terminplan, wird Führungen aber jederzeit nach Vereinbarung übernehmen. Anmeldungen unter Tel. 02451/4098618 oder 0163-2891645.

Informationen über „Westblicke”-Führungen sind möglich unter http://www.westblicke.de.
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