Neue Reaktionen in Affäre: „Bericht entbehrt jeglicher Grundlage“

Von: jpm
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Zeigt sich entsetzt über einen Urban-Bericht über ihre Selbsthilfegruppe: Norma Kuhlmey.
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Befürwortet das Ende der Zusammenarbeit mit Hartmut Urban: CDU-Chef Oliver Walther.

Übach-Palenberg. In der Übach-Palenberger Propaganda-Affäre widerspricht Norma Kuhlmey, ehemalige Stadtverordnete der SPD, einem Bericht Hartmut Urbans auf der Internetseite „Stadtanzeiger Übach-Palenberg“. In dem Bericht vom 7. April 2015 ging es um Kuhlmeys „Aphasie-Selbsthilfegruppe nach einem Schlaganfall“. Auch der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Oliver Walther, äußerte sich.

Urban deutete darin an, dass die Übach-Palenberger SPD Schuld an Kuhlmeys Schlaganfall gewesen sein könnte. Wörtlich schrieb er: „Ob es die Aufregungen waren, dass sie von ihrer Partei nach so vielen engagierten, aufopferungsvollen Jahren einfach beiseite geschoben und nicht wieder aufgestellt wurde? Wer kann das schon so genau zuordnen.“

Kuhlmey stellt nun klar, dass sie ihr Mandat im Januar 2014 auf eigenen Wunsch hin und einzig aus persönlichen Gründen abgegeben habe. Den Schlaganfall habe sie dann im März 2014 erlitten. Im Übrigen habe sie nicht gewünscht, so Kuhlmey weiter, dass Hartmut Urban über sie oder über ihre Selbsthilfegruppe schreibt. „Der Artikel entbehrt jeglicher Grundlage!“

Unterdessen teilt der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Oliver Walther, mit, dass er die Beendigung der Zusammenarbeit der Stadt mit Hartmut Urban befürworte. „Ich bin selbst schon in den Genuss von Urbans Fürsorge gekommen“, sagte Walther am Mittwoch mit nicht zu überhörender Ironie zu unserer Zeitung. „Ich kann daher nachvollziehen, wie Leute sich fühlen, denen es ebenso geht.“

Er selbst habe Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch aber nicht dazu geraten, sich von Urban zu trennen, dies sei allein Sache der Stadt und nicht der Politik gewesen. Allerdings habe er Hartmut Urban im vergangenen Jahr dazu aufgefordert, einen diffamierenden Bericht über ein unbequemes CDU-Mitglied zu entfernen. Dies sei mit dem betreffenden CDU-Mitglied abgesprochen gewesen, Urban sei dem nachgekommen.

Er selbst, berichtete Walther, sei einst in Urbans Visier geraten, als er sich beruflich mit dem ehemaligen Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll (SPD) zusammentat. Walther und Schmitz-Kröll sind beide Rechtsanwälte, 2010 gründeten sie ein gemeinsames Büro – was Urban offenbar nicht gepasst habe. „Ich habe damals nicht darauf reagiert, um ihm kein zusätzliches Forum zu bieten“, so Walther weiter.

Von den Inhalten auf der Internetseite „Stadtanzeiger Übach-Palenberg“, wo keine Gelegenheit ausgelassen wurde, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, die Stadtverwaltung und die CDU in den Himmel zu loben und Kritiker niederzumachen, distanzierte Walther sich.

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