Übach-Palenberg - Neue Kooperation „zur optimalen Förderung der Kinder“

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Neue Kooperation „zur optimalen Förderung der Kinder“

Von: mabie
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Sie freuen sich auf das Esel-Projekt in Frelenberg: Schulsozialarbeiter Dirk Siera, Monika Echsler für die Gemeinwesenarbeit, Andrea Schmitz-Pauli für die Kita Meragel, Elisabeth Schaffrath für die GGS Frelenberg, Laura Gossen als stellvertretende Leiterin von Meragel und Schulsozialarbeiterin Martina Gräp (v.l.). Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Zwei Schlagworte machen derzeit in den Frelenberger Bildungseinrichtungen die Runde: das „Frelenberger Dreieck“ und „Esel“. Beide hängen zusammen, und irgendwie dreht sich dabei auch alles um den berühmten „Frelenberger Esel“.

Letzterer ist nicht nur aus dem Volksmund bekannt, sondern ist auch die Abkürzung von „Bündnis für Erziehung – Schule – Entwicklung – im Lebensraum“. Das mit dem Dreieck erklärt sich schnell, wenn man betrachtet, wer bei diesem einrichtungsübergreifenden Ansatz alles mit im Boot sitzt. Denn neben den Kindertagesstätten „Meragel“ an der evangelischen Kirche und von St. Dionysius proMultis gGmbH, ist auch die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Frelenberg mit dabei.

Viele Schnittmengen

„Schnittmengen gibt es genug“, meint GGS-Leiterin Elisabeth Schaffrath, was die weiteren Projektpartner nur bejahen. Eindeutiges Kopfnicken für diese Idee gab es auch seitens der Träger, denn nun kann gebündelt werden, was über die Einrichtungsgrenzen hinweg ohnehin schon gemeinschaftlich getan wurde. Zudem ist diese Art der Zusammenarbeit in der Umgebung bislang einzigartig, hier locken die gern gesehenen „Synergieeffekte“.

Aber wie genau will man denn zusammenarbeiten? „Unser Ziel ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit der Erziehungsberechtigten und der Bildungseinrichtungen in Frelenberg zur optimalen Förderung der Kinder“, berichtet Andrea Schmitz-Pauli, Einrichtungsleiterin von „Meragel“. Diese Kita ist auch Familienzentrum, und die tägliche Arbeit dort ist nur ein Beispiel dafür, wie in modernen Sozialraummaßstäben Erziehungsarbeit heute funktioniert.

„Die Eltern kommen mit allen möglichen Anliegen und Problemen zu uns“, weiß Schmitz-Pauli. Aber nicht immer kann im reichen Instrumentarium der Kita und des Familienzentrums auch die entscheidende Hilfe gleich angeboten werden. Damit ist die Zusammenarbeit beispielsweise mit der Schule im Ort schon vorprogrammiert.

Und auch dort ist der früher übliche, reine Unterricht während der Morgens- bis in die Mittagsstunden hinein längst passé. Offene Ganztagsschule oder OGS heißt hier das Zauberwort, das zum einen für eine ganz andere Ausrichtung der Arbeit in der Schule sorgt, die Bindung zwischen der Bildungseinrichtung und Kindern, aber auch Eltern gleichzeitig auf einen ganz anderen Level hebt.

Doch die wichtigste Schnittstelle in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Erziehungsberechtigten und der Bildungseinrichtungen zur optimalen Förderung bleibt das Kind. „Es geht darum, Kinder ganzheitlich im Blick zu haben“, so Elisabeth Schaffrath weiter. Das bedeutet, nicht erst beim ohnehin vorprogrammierten Übergang zwischen Kita und Schule begleitend und unterstützend dabei zu sein.

Die Persönlichkeitsentwicklung wird ja auch über den Sozialraum wesentlich mit geprägt, und der ist für alle drei beteiligten Einrichtungen derselbe. „Wir arbeiten alle mit den gleichen Familien, mit den gleichen Kindern, da sind gemeinsame Angebote nur eine logische Konsequenz“, so Andrea Schmitz-Pauli.

Und wenn es Personen gibt, die beispielsweise den Übergang zur Schule koordinieren, kann das zu einer positiven Wahrnehmung des Sozialraums beitragen. „Die Lebenswirklichkeiten der Kinder sind so vielfältig wie die Kinder selbst“, weiß Schmitz-Pauli, und da können Angebote wie der Esel oder das Frelenberger Dreieck eine wertvolle Hilfe sein.

Konkrete Veranstaltungen

Natürlich bleibt es aber nicht nur dabei, die Angebote grundsätzlich vorzuhalten. Denn es wird auch konkrete Termine geben, bei denen sich die Frelenberger Kooperation mit all ihren Facetten zeigt. Erster Termin ist am Dienstag, 23. August, wenn ab 16 Uhr auf dem Schulhof der GGS eine lockere Fahrradwerkstatt ansteht.

„Manchmal hat man zu Hause einfach nicht die richtige Idee, oder gerade nicht das richtige Werkzeug oder das nötige Material, um das Fahrrad nach den Ferien wieder verkehrssicher zu machen“, sagt Schulsozialarbeiter Dirk Siera, der die Idee zum gemeinsamen, generationenübergreifenden Radreparieren hatte.

Dabei soll es ganz konkret darum gehen, dass Eltern mit ihren Kindern gemeinsam die Kinderfahrzeuge ertüchtigen, so gemeinsam in der Gruppe etwas tun, und auch Erfolgserlebnisse mit nach Hause nehmen. Präventive Elternarbeit wird das genannt, und dient ganz einfach dazu, persönliche Stärken kennenzulernen und etwas dazuzulernen, ohne gleich den erhobenen Zeigefinger zu sehen.

„Mit etwas Musik und guter Laune klappt das gleich noch viel besser“, ist Dirk Siera überzeugt. Doch mit dem Draht-Esel ist diese Kooperation noch lange nicht am Ende: ein Herbst- und Apfelfest ist fest eingeplant, ebenso wie gemeinsames Schaffen für den Frelenberger Weihnachtsmarkt.

Und am 19. Mai 2017 steht dann das Frelenberger Frühlingsfest an, bei dem die Arbeit aus einem knappen Jahr der Kooperation mit besonderen Angeboten für Kinder mit Live-Musik vorgestellt werden soll. Ein pralles Programm also, das die Partner im Frelenberger Dreieck zum Wohle der Quartiersarbeit, der Kinder und Eltern angehen werden.

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