Neue Kleiderkammer für Flüchtlinge: Spenden und Helfer gesucht

Von: Udo Stüßer
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Jürgen Benden, Uwe Eggert und Yvonne Wolf (von links) hoffen auf viele freiwillige Helfer bei einem ersten Treffen am kommenden Dienstag in der Geilenkirchener Realschule. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. 250 Flüchtlinge aus 34 Nationen sind derzeit in Geilenkirchen untergebracht, 140 weitere sollen in der kommenden Woche in der Niederheider Selfkantkaserne untergebracht werden. „Die Hilfsbereitschaft der Geilenkirchener ist groß“, hat Yvonne Wolf in den vergangenen Wochen und Monaten erfahren.

Sie vertritt die Stadt Geilenkirchen am Runden Tisch für Flüchtlingsarbeit und ist von städtischer Seite für die Versorgung der Flüchtlinge zuständig. „Wir werden immer wieder von Menschen gefragt, was sie spenden können oder wie sie aktiv helfen können“, sagt auch Jürgen Benden, ebenfalls Mitglied des Runden Tisches. Vor diesem Hintergrund wollen der Grünen-Fraktionschef und sein Parteifreund Uwe Eggert eine Anlaufstelle für Flüchtlinge einrichten, wo sie mit dem Notwendigsten versorgt werden.

„Wir wollen Sachspenden sammeln, sortieren und bedarfsgerecht austeilen“, erklärt Benden. In der vergangenen Woche hat er deshalb eine Anfrage an die Verwaltung gestellt, ob die Stadt Räumlichkeiten zur Verfügung stellen kann. „Dort hat man sehr schnell reagiert. Innerhalb von zwei Tagen hat man uns einen etwa 50 bis 60 Quadratmeter großen Raum in einem Nebengebäude der Realschule zugesagt“, lobt Benden. Bis Montag wolle die Stadt den Raum nutzbar machen und mit einer Erstausstattung an Regalen versehen. Weitere Regale von Spendern sind Benden und Eggert willkommen.

Beide bitten nun Menschen, die sich in dieser Kleiderstube ehrenamtlich engagieren wollen, sich am kommenden Dienstag, 15. September, 18.30 Uhr, am Nebengebäude der Realschule (der Eingang ist über den Schulhof zu erreichen) zu treffen. Auf die Anzahl der freiwilligen Helfer kommt es dann an, an welchen Tagen die Kleiderstube geöffnet werden kann. An diesen Tagen sollen dann gut erhaltene Kleidungsstücke angenommen und ausgegeben werden. Neben Winterkleidung sind besonders Kinderbetten, -spielzeug und -fahrräder ebenso wie Wickeltische und Hochstühle willkommen. Aber auch Teller, Tassen, Töpfe, Handtücher und Bettwäsche, also alles, was zu einer Erstausstattung zählt, wird hier entgegengenommen.

„Aber bitte nur gut erhaltene und saubere Dinge. Wir sind keine Entrümpelungsfirma für Sperrmüll“, sagt Yvonne Wolf, die sich darüber ärgert, wenn sich „wohltätige“ Menschen auf diese Art und Weise von zerrissener oder schmutziger Wäsche trennen wollen. Wer es besonders gut meint und einen Flachbildschirm stiften möchte, sollte dies trotzdem nicht tun. „Wir können nicht eine syrische Familie mit einem Flachbildschirm ausstatten und für die afghanische Familie nebenan haben wir keinen. Da würde nur Neid aufkommen“, macht Yvonne Wolf auf ein Problem aufmerksam.

Wenn nach der Eröffnung der Raum an der Realschule mit Kleidung und Dingen des täglichen Bedarfs gefüllt ist, können sich Flüchtlinge oder Flüchtlingspaten hier melden. Auch hoffen die Verantwortlichen der neuen Kleiderstube, dass sich Helfer mit Fremdsprachenkenntnissen melden. „Vielleicht auch Asylbewerber, die schon längere Zeit in Geilenkirchen leben“, sagt Yvonne Wolf.

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