Geilenkirchen-Lindern - Neben dem Königsbaum weht die Geißbock-Fahne

Neben dem Königsbaum weht die Geißbock-Fahne

Von: Georg Schmitz
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Schützenkönig Richard Coenen aus Lindern ist seit 39 Jahren begeisterter FC Köln Fan und dies dokumentiert er nach außen mit der Geißbock-Fahne vor seinem Haus. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Lindern. Neben dem Königsbaum ragt ein Fahnenmast mit den Flaggen Australiens und des 1. FC Köln am Haus von Richard Coenen in Lindern in die Höhe. Der 64-Jährige ist nicht nur amtierender König der St.-Johannes-Schützenbruderschaft, sondern seit 39 Jahren auch begeisterter Fan des 1. FC Köln.

Der FC ist bekanntlich in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Das ist ein Grund für Coenen, seiner Begeisterung auch nach außen hin freien Lauf zu lassen. Dabei fing eigentlich alles mit Alemannia Aachen an, als ihn der Linderner Günther Linsen 1964 mit zum Tivoli nahm. „Damals bin ich mit meiner Kreidler-Florett oder sogar mit dem Traktor zum Tivoli gefahren“, blickt Coenen zurück. 1967 erlebte er den Aufstieg der Alemannen in die Bundesliga, aber 1970 auch den Abstieg. Nach einigen Besuchen auf dem Mönchengladbacher Bökelberg ergab es sich im Dezember 1975, dass der Linderner erstmals im Müngersdorfer Stadion große Fußballluft schnupperte: „Der Geißbock-Club und die jecken Kölner haben sofort mein Herz erobert.“ Die Phase mit dem Pokalsieg 1977 und dem Double im Folgejahr sei eine große Zeit gewesen. „Wir durften über Jahrzehnte große Spieler wie Illgner, Kohler, Weber, Schuhmacher, Schuster, Overath und Littbarski bejubeln“, blickt Coenen zurück.

Als Sohn Michael acht Jahre alt war, nahm ihn der Vater erstmals mit zu einem Fußballspiel. „Dem hab ich das FC-Gen mit gegeben“, schmunzelt Richard. Sohn Michael lebt seit vielen Jahren in Australien, ist aber noch immer FC-Fan. Damit ist auch erklärt, warum die australische Nationalflagge unter der Fahne mit dem kölschen Geißbock im Wind weht. Von der anderen Seite der Erde verfolgt Sohn Michael über das Internet das Geschehen in seiner Heimat und ist – auch dank Vater Richard – bestens über den FC informiert. So freut er sich mit seinem Vater über den aktuellen Aufstieg der „Geißböcke“ in die 1. Bundesliga.

Klar, dass das Linderner Urgestein mächtig stolz auf seine Mitgliedschaft im 1. FC Köln ist. „So lange ich fahren und laufen kann und der liebe Gott mir die Kraft gibt, werde ich meinem FC und dieser Stadt die Treue halten“, macht er unmissverständlich klar und wünscht dem Club, dass die derzeit vorhandene Professionalität auf Dauer Bestand hat. Und natürlich wird Richard Coenen seinem FC am Samstag beim Auftakt gegen den Hamburger SV wie immer fest die Daumen drücken.

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