Naturpark aus drei Stücken Heidelandschaft

Von: mh
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Heidelandschaft – ein Bild der Harmonie und Romantik. Die Heideflächen im Grenzgebiet können aber auch von großer touristischer Bedeutung als „weicher Standortfaktor“ sein. Foto: imago/blickwinkel

Geilenkirchen. Geht man von den „weichen Standortfaktoren“ aus, zu denen auch die Attraktivität der Umgebung einer Stadt zählt, dann passte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung das Thema „Masterplan Heidenaturpark“ gut zum vorausgegangenen Referat über Stadtmarketing.

Allerdings lässt bei zwei umfangreichen Referaten hintereinander die Konzentration auch der gutwilligsten Ausschussmitglieder nach. Deshalb gab Ajo Hinzen vom Planungsbüro BKR Aachen eine ziemlich gestraffte Zusammenfassung dessen, was für den Heidenaturpark geplant ist.

Es ging darum, dass sich die Stadt Geilenkirchen diesem grenzüberschreitenden Projekt anschließt, an dem neben Geilenkirchen auch die Kommunen Gangelt, Onderbanken, Brunssum, Landgraaf und Übach-Palenberg beteiligt sind. „Aus drei mach eins“, umriss Hinzen die Ziele des Masterplans. Gemeint waren damit die drei bislang bestehenden Naturgebiete Rodebach/Rode Beek (750 Hektar), Teverener Heide (450 Hektar) und Brunssumer Heide (600 Hektar), die zusammengefasst den großen Heidenaturpark bilden sollen. Hinzen sprach dabei von einer langfristigen Zielplanung.

Überregionale Bekanntheit

Im Ergebnis könnten die Naturgebiete oder der neue Heidenaturpark mehr als bisher auch überregional bekannt gemacht werden und die Grundlage für ein touristisches Marketing bilden.

Zu beteiligen wären dabei nicht nur die betroffenen Kommunen, sondern auch die Wirtschaft, da eine Tourismusförderung auch in deren Sinn sei. Da auch die Umgebung der drei Gebiete einiges zu bieten habe, werde diese in die Planung mit einbezogen, sagte Hinzen und nannte als Beispiele das Wurmtal und die Selfkantbahn.

Die Leitlinien des Masterplans umfassen nach Hinzens Ausführungen sechs Schwerpunkte: Naturqualitäten verbessern, Entwicklung der Verbindungsbereiche, Anbindung an das Wurm- und das Maastal, Integration der Randbereiche, Stärkung der touristischen Funktionen, (Attraktionen und Gastronomie) sowie Erschließung und Orientierung, heißt auch bessere Beschilderung.

In der anschließenden Diskussion wollten zum Beispiel Hans-Josef Paulus (CDU) und Jürgen Benden (Grüne) wissen, ob man sich mit einem solchen Plan nicht einenge oder ob der Plan vor dem Hintergrund der Flurbereinigung nicht eine „Rolle rückwärts“ sei. Planer Ajo Hinzen erwiderte darauf, dass es sich um einen informellen Plan mit großem Spielraum handele, bei dem es nicht um parzellenscharfe Festlegungen gehe.

Unterstützung erhielten die Planer von der Verwaltung. Bürgermeister Thomas Fiedler verwies darauf, dass die EU großen Wert auf Projekte von der Art des Heidenaturparks lege und dass man deshalb auch mit Fördermitteln rechnen könne. Technischer Beigeordneter Markus Mönter zerstreute Bedenken hinsichtlich einer befürchteten Festlegung mit dem Hinweis, dass eine solche langfristige Planung keine Einschränkung für städtische Planungen bedeute.

Der Ausschuss stimmte dem Masterplan Heidenaturpark einstimmig zu.

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