Narren in Oktoberfestlaune

Von: Markus Bienwald
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Das Konfetti flog reichlich, als die KG „Süggerather Spätlese“ zur zweiten Machtübernahme antrat. Foto: Markus Bienwald
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Der stellvertretende Kommandeur, Oberst i.G. Reinhard Jörß, wollte den heranstürmenden Damen den Schlüssel zur Selfkantkaserne nicht aushändigen. Foto: Markus Bienwald
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Tanzmariechen Celine schafft es, mit ihren Darbietungen zu beeindrucken. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Mittlerweile ist es gute Tradition in der Selfkantkaserne in Niederheid, dass das Militär zunächst einmal die Schlüsselgewalt über die Einrichtung an die Frauen abgeben muss. Da machte auch der diesjährige „Schlüsselinhaber“, Oberst i.G. Reinhard Jörß als stellvertretender Kommandeur, keine Ausnahme.

Zwar wehrte er sich tapfer gegen die pünktlich um 11.11 Uhr anrückenden jecken Damen, doch schließlich kapitulierte er am höchsten rheinischen Frauenfeiertag ziemlich schnell. Dass die Damen den so eroberten Schlüssel aber nicht lange in ihrem Besitz halten würden, war ebenso klar. Denn gemeinsam mit den Frauen der Kaserne stürmte noch die Karnevalsgesellschaft (KG) „Süggerather Spätlese“ mit und machte der als „Bayern“ angetretenen Kasernenmacht das Leben schwer.

KG-Vertreter Hubert Bergs erhielt allerdings nicht ohne Weiteres die Insignien der närrischen Herrschaft in der militärischen Einrichtung, die sich Deutsche und Kanadier mit ihren Einheiten teilen. Vielmehr musste sich Bergs durch einen Biermaß-Haltetest und einen bayrischen Sprachtest kämpfen, natürlich bestens unterstützt von KG-Vorsitzender Iris Derichs-Lang, die ihm schon einmal soufflierte. Und da so schnell klar war, dass das „Oaichkatzerl“ in hiesigen Gefilden ein Eichhörnchen ist und „anbandeln“ das zwischenmenschliche Einander-Näherkommen umschreibt, war der Jubel schnell da, das Konfetti flog, und die zweite Machtübernahme innerhalb weniger Minuten war vollzogen.

Bühnenprogramm

Danach ging es mit viel Rambazamba, fetziger Karnevalsmusik und ganz viel Spaß im Barbarakasino der Kaserne weiter. Die dortige Heimgesellschaft hatte sich nicht nur mit einem zünftigen Bühnenprogramm und allem rund um Leib und Magen auf die Jecken eingestellt.

Auch die Feierlaune kam nicht zu kurz, was übrigens Tanzmariechen Celine von der „Spätlese“ noch zu einer kleinen, aber umso mehr umjubelten Zugabe animierte.

Letztlich ging es richtig bunt rund: dass bayrische Feierlaune fast wie beim Oktoberfest und das hiesige Brauchtum Karneval zumindest stimmungsmäßig bestens zusammengehen, bewies der Kasernensturm. Dass die Kaserne damit auch ein wenig vom „Wies’n“-Flair bot, das alljährlich bei der Nato in Teveren Tausende Gäste anlockt, war noch ein zusätzliches Schmankerl.

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