Gangelt - Närrische Hymne bringt Identität ins Gangelter Festzelt

Närrische Hymne bringt Identität ins Gangelter Festzelt

Von: Karlhein Hamacher
Letzte Aktualisierung:
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Test bestanden: Der Schlüssel des Rathauses wanderte vom Ortsvorsteher Gerd Schütz an den Prinzen Christian Scheffer. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Ein fairer Tausch: Ein Orden für Guido Kemper und seine Musik, ein Küsschen für die Präsidentin Monika Rademacher. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Im Sturm des Altweibertages bot das Festzelt an der Turnhalle den Gangelter Narren einen sicheren Unterstand, auch wenn die Planen immer wieder verdächtig laut gegen die Zeltstangen schlugen. „Keine Sorge, das Zelt bleibt stehen“, versprach die Präsidentin der Gangelter Muhrepenn, Monika Rademacher, denen, die gekommen waren, um die Schlüsselübergabe an Prinz Christian Scheffer mitzuerleben.

Er und seine Pumukltruppe rekrutieren sich aus Fußballern der SG Gangelt-Hastenrath. Zuhause haben die Jungs das ihren Lieben als ideale Vorbereitung auf die bald startende zweite Serie im Amateurfußball angepriesen.

Das der Karnevalsgesellschaft mit dem geschichtsträchtigen Namen der Nachwuchs nicht ausgeht, sieht man an den vielen Stöpseln, Kindern und Jugendlichen, die sich in diversen Tanzgruppen seit vielen Wochen auf die tollen Tage vorbreitet haben und mit ihren Auftritten ein Feuerwerk der guten Laune und Unterhaltung nach dem andern abbrannten.

Die Stars hier sind natürlich die Bambinis. Gerade den Pampers entwachsen scheren sie sich nicht viel um einstudierte Choreographien, sondern tanzten fröhlich vor sich hin. Während die Eltern nervös am Rande mitfiebern, gehen die Bambinis ihren Auftritt völlig gelassen an. Die „Roten Funken“ und „Black Angels“ sind schon Urgesteine des Gangelter Frohsinns. Sie halten mit ihren Auftritten eine tolle Karnevalstradition aufrecht.

Als Angus und Malcom Young in Australien „AC/DC“ gründeten, konnten sie nicht ahnen, was da eines Tages in Gangelt auf der Bühne stehen wird. Als echte Hard-Rocker präsentierten sich die Jungs vom Kinderelferrat mit ihren Luftgitarren.

In all das bunte Treiben eingebettet war die Schlüsselübergabe durch den Gangelter Ortsvorsteher Gerd Schütz. Der hatte sich farblich dem Elferrat angepasst und – wie in jedem Jahr – eine kleine Aufgabe für den Prinz und seine Mannen erdacht. Möhren mussten sie schälen und unter Volk bringen. Das war der Test, ob hier echte Muhrepenne die Gangelter Narren regieren wollen und dessen auch würdig sind.

Klar wurde bestanden und die Schlüsselgewalt für das Rathaus übergeben. Guido Kemper ist es als Zahnarzt gewohnt, das Übel an der Wurzel zu packen. Ihn, den Hobbymusiker, störte es schon lange, dass der Karnevalsverein keine eigene Hymne hat. Also zauberte er „Hier komme d´ Muhrepenn“ aus dem Hut und schenkte der KG ein besonderes Stück Identität.

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