Nächstenliebe lebendig halten

Von: hama
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Stephan Lütgemeier stellte si
Stephan Lütgemeier stellte sich den Gläubigen der Weggemeinschaft der Gangelter Pfarrgemeinden in St. Maternus als neuer Diakon vor. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Breberen. „Eingeladen zum Fest des Glaubens”, sangen viele Mitglieder der Weggemeinschaft der Gangelter Pfarrgemeinden, als sich mit Stephan Lütgemeier ihnen ein neuer Diakon in Sankt Maternus zu Breberen vorstellte.

Dabei ist der Akteur ein alter Bekannter, nur seine Rolle ist neu. Schon als Pastoralreferent war er in vielen Fragen für die Gläubigen ein Ansprechpartner. Und es war ein weiter, kurvenreicher Weg für den im Oktober 1964 in Wickrath geboren Mann, der 1985 noch Stephan Müller hieß und im Priesterseminar in Bonn Einzug hielt. „Da waren Pastor Rolf Hannig und ich quasi schon alte Hasen”, erinnerte sich Pfarrer Gottfried Graaff schmunzelnd, der mit seinem heutigen Kollegen damals schon im dritten Semester war. In der Findungsphase sei die Frage, „ob Gott möchte, dass ich Priester werde”, für jeden der Seminaristen das große Thema gewesen. „Deine Antwort auf diese Frage war Nein”, erzählte Pastor Graaff in einer sehr persönlichen und anrührenden Predigt von der Zeit, als Bärbel Lütgemeier die entscheidende Rolle spielte.

Theologiestudium

Das Theologiestudium wurde erfolgreich abgeschlossen, aber selbst eine Arbeit in der Diakonie wollte er in dieser Zeit nicht annehmen; er wechselte in die Pädagogik, wurde dann Pastoralreferent. Pastor Graaff beleuchtete dann die Rolle von Bärbel Lütgemeier, die scheinbar in einem Gespräch mit ihrem Mann nach der Diakonweihe von Thomas Hoff 2006 die Weichen neu stellte. „Lass uns über dein Diakonat reden”, wusste Graaff aus diesem Gespräch zu zitieren. „Letzten Samstag fand der Weg der Findung ein Ende”, erinnerte er daran, dass Stephan Lütgemeier mit drei weiteren Männern von Weihbischof Dr. Johannes Bündgens im Dom zu Aachen zum Diakon geweiht wurde. Die Nächstenliebe lebendig zu halten, den Menschen Ermutigung für ihr Leben zu geben, seien nun Eckpunkte seines Weges.

Pastor Graaff erinnerte aber auch an das leidenschaftliche Engagement des Stephan Lütgemeier, beispielsweise auf dem Fußballplatz, wo er schon einmal als Zuschauer des Feldes verwiesen wurde.

„Das Temperament geht mit der Weihe nicht verloren”, mahnte Pfarrer Graaff. „Aber dein Temperament, dein Vatersein, deine Rolle als Ehemann und die Rolle in der Gemeinde kann für die Menschen eine Ermutigung sein!” Das „Kyrie Eleison” schien Stephan Lütgemeier zuhause ausgiebig geübt zu haben. Als er es alleine für die Gemeinde anstimmte, strahlte Tochter Johanna (6), eines von vier Kindern, übers ganze Gesicht - und war scheinbar zufrieden mit dem Gesang des Papas.

Vierter Diakon in der Weggemeinschaft

Nach Günter Jans, Johannes van der Zander und Thomas Hoff ist Stephan Lütgemeier jetzt der vierte Diakon in der Weggemeinschaft der Gangelter Pfarrgemeinden.

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