Nach Umbau der Kita kein Platz für Straßenschuhe

Von: mabie
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Nach Bauarbeitern brauchen die Kinder – hier beim Gesang mit Elsbeth Barwinski (r.) – vorerst keine Ausschau mehr zu halten. Der Umbau für zwei integrative und zwei Regel-Gruppen ist mit einem großzügigen Platzangebot abgeschlossen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Endlich kein Baulärm mehr! Doch darüber freuten sich Kinder und Erwachsene bei der offiziellen Eröffnung des An- und Umbaus der AWO-Kita mitten in Scherpenseel nicht an erster Stelle. Die neuen Möglichkeiten, die mit dieser rund 284.000 Euro teuren Maßnahme verknüpft sind, die im laufenden Kita-Betrieb geschaffen wurden, waren offenbar der Hauptgrund für das Glücksgefühl.

So ist die in den vergangenen Jahren auch durch die gesetzlichen Anforderungen verstärkt in den Fokus gerückte Betreuung für unter Dreijährige gesichert. „Aktuell bieten wir 70 Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren einen Betreuungsplatz“, so Einrichtungsleiterin Christiane Schollmeyer bei der Eröffnung.

„Nestgruppe“ für die Jüngsten

Die jüngsten hier betreuten Kinder finden sich in der treffend „Nestgruppe“ genannten, zwölfköpfigen Runde zusammen. Damit dieses süße Dutzend auch beste Bedingungen für eine tolle Zeit in der Kindertagesstätte hat, wurde das bestehende Konzept der AWO-Kita überarbeitet. Mit einbezogen wurden ein neuer Nebenraum für die Walnussbaumgruppe, ein Ruheraum mit kuscheliger Wohlfühlecke, der Wickelbereich, ein Wasserspielbereich und ein kreativer Raum, in dem auch schon mal gematscht werden darf.

Hell, freundlich, mit großen Fensterflächen und einem tollen Raumklima ausgestattet, laden diese neuen Flächen zum Besuch der Kita in Scherpenseel geradezu ein. Hinzu kommt, dass ein Schuhverbot gilt, das heißt, die Straßenschuhe bleiben vor der Gruppe stehen, und es geht nur noch auf Socken oder Pantoffeln weiter.

„Mit diesen Anbauten sind optimale Bedingungen für die Betreuung von ein- und zweijährigen Kindern geschaffen worden“, sagte Christiane Schollmeyer. Die optische und technische Gestaltung ist dabei perfekt auf die jungen Menschen ausgerichtet. Waschgelegenheiten in verschiedenen Höhen, ebenfalls kindgerechte Einbauten und Möbel und der ebenfalls völlig neue Wasserspielbereich helfen mit beim Entdecken der Möglichkeiten. In Letzterem können Kinder unter Aufsicht drinnen mit dem nassen Element spielerisch und sicher umgehen.

Dazu kommt die Möglichkeit, einen Raum abzudunkeln, um etwa beim Mittagsschlaf noch mehr behagliche Atmosphäre zu schaffen oder aber bei Feiern und offiziellen Anlässen für multimediale Anwendungen mit Beamer das richtige Umfeld herzustellen. Während es in der Sofaecke mit viel Lese- und Spielstoff richtig gemütlich zugeht, kann im Wickelbereich schnell mal eine frische Windel angezogen werden.

„Die Gestaltung der Gruppe entspricht mit großen Freiflächen zum Spielen und Bewegungsanreizen wie robben, krabbeln und laufen, sowie vorhandenen Podesten zum Klettern den Entwicklungsbedürfnissen dieser Altersgruppe“, schilderte Christiane Schollmeyer.

„Geld und Arbeit sind gut angelegt“, ergänzte AWO-Kreisvorsitzender Hans-Josef Krawanja. Er erinnerte an die bewegte Geschichte der Einrichtung, die als Teil der Grundschule begann, und seit 20 Jahren an der Planckstraße zuhause ist. „Wenn sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen ändern, muss das Profil der Kita angepasst werden“, schloss er.

Andreas Wagner, AWO-Kreisgeschäftsführer, sah in der Planungs- und Bauphase, die mit dem ersten Antrag im Mai 2009 begann und schließlich aufgrund gestiegener Anforderungen bei einer Förderung von 216.000 Euro über 68.000 Euro an Eigenmitteln der AWO benötigte, eine Erfolgsgeschichte. Fachbereichsleiterin Ulla Sevenich-Mattar lobte „eine tolle Einrichtung“, die zwei Regelgruppen plus zwei integrative Gruppen anbietet.

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