Nach Strahlungsalarm: Alles sauber auf dem Müll

Von: jpm
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Mitarbeiter des ABC-Zugs auf dem Gelände der Gangelter Müllumschlagsstelle: Der Einsatz blieb eine reine Vorsichtsmaßnahme. Foto: Feuerwehr

Gangelt-Birgden. Nachdem in Abfall aus dem Kreis Heinsberg leicht erhöhte radioaktive Strahlungswerte gemessen wurden, gehen die Behörden nicht von einem Umweltdelikt aus. Dies teilte der Kreis am Donnerstag mit.

Möglicherweise habe ein Material mit „leicht erhöhter natürlicher Strahlung“ den Alarm ausgelöst, so Kreissprecher Ulrich Hollwitz.

Somit hätte es sich bei dem Einsatz am Mittwoch lediglich um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, wenngleich um eine recht aufwendige. Schließlich war die Kreisstraße 3 zwischen Birgden und Gillrath für mehrere Stunden vollgesperrt worden, während Feuerwehr und ABC-Zug auf der Abfallumschlaganlage nach der Strahlungsquelle suchten – vergebens. Die Detektoren hatten zuvor in Kamp Lintfort angeschlagen, wo der Müll aus Birgden hingeliefert worden war.

Teil einer großen Quelle?

Das dortige Ordnungsamt hatte zwar festgestellt, dass keine Gefahr bestehe. Nichtsdestoweniger aber die Behörden im Kreis Heinsberg informiert und damit einige Aufregung ausgelöst. Oliver Thelen, Sprecher der Gangelter Feuerwehr, erklärt das Vorgehen damit, dass man im Ruhrgebiet ja nicht habe wissen können, ob die komplette Strahlungsquelle dort gelandet war.

Es habe die Möglichkeit bestanden, dass lediglich ein Teil einer größeren Strahlungsquelle auf die Reise geschickt wurde – und diese nach wie vor unbemerkt in Birgden vor sich hin strahlt. Dies sei aber nicht der Fall gewesen: „Wir sind vier Stunden lang mit dem Geigerzähler in jeden Winkel gegangen. Da war nichts“, so der Feuerwehrmann.

Was es nun ganz konkret war, das in Kamp Linfort die Detektoren anschlagen ließ, wird sich wahrscheinlich nie in Erfahrung bringen lassen. Thelen: „Vielleicht irgendetwas, was irgendjemand im Keller gefunden hat.“

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