Nach Kirchenbrand: Pfarrer bittet Gemeinde um 350.000 Euro

Von: st
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Ansgar Lurweg, Bau- und Liegenschaftsbeauftragter der Kirchengemeinde St. Maria Himmelfahrt Geilenkirchen, mit einem Plan, der die künftige Gestaltung der Kirche zeigt. Der Kreis in der Mitte stellt die Kuppel dar, darunter befindet sich der Altar. Rechts sollen 50 neue Stühle stehen. Foto: Georg Schmitz
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Das komplette Inventar ist noch ausgeräumt und wird gereinigt, während in der Kirche die Arbeiten vorangehen.

Geilenkirchen. Nach dem Brand in der Geilenkirchener Pfarrkirche St. Marien im März vergangenen Jahres bitten Pfarrer Peter Frisch und der Kirchenvorstand um Spenden: Insgesamt werden 1,8 Millionen Euro in die Sanierung der Kirche investiert, noch klafft eine Lücke von 350.000 Euro.

Wie Ansgar Lurweg, Bau- und Liegenschaftsbeauftragter der Kirchengemeinde St. Maria Himmelfahrt, erläutert, hat die Versicherung für die Regulierung des Brandschadens 1,2 Millionen Euro gezahlt.

Bei den Sanierungsarbeiten wurden weitere Schäden sichtbar. Gleichzeitig will man ein neues lithurgisches Konzept umsetzen. Deshalb werden über die 1,2 Millionen Euro hinaus weitere 600.000 Euro benötigt. Vom Bistum fließt ein Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro, sodass die Kirchengemeinde selbst 350.000 Euro schultern muss. Im November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein: „Diesen Kraftakt können wir nur gemeinsam stemmen“, sagt Lurweg.

In der Woche vom 14. bis 21. März vergangenen Jahres hatte ein unbekannter Täter in St. Marien und in den Pfarrkirchen Hünshoven und Bauchem Feuer gelegt. Die Schäden in Hünshoven waren im Vergleich zu St. Marien eher gering, die Bauchemer Kirche steht ohnehin vor dem Abriss.

Groß waren hingegen die Schäden in St. Marien. Die komplette Kirche – das Bauwerk und das gesamte Inventar – muss gereinigt werden, die Wände wurden bereits neu gestrichen. Seit dem Brand ist der Aachener Architekt Mathias Paulssen in Geilenkirchen im Einsatz. Die Kirche soll mit Weiß- und hellen Grautönen nicht nur freundlich gestaltet werden.

Auch das neue lithurgische Konzept soll die Pfarrgemeinde überzeugen: Der Altar wird ziemlich zentral unterhalb der Kuppel auf einer Stufe stehen, so dass die Gläubigen rund um den Altar Platz nehmen. Ein 24-facher Leuchter unter der Kuppel (jeder Spot kostet 1250 Euro) und 25 Pendelleuchten zum Preis von je 850 Euro sind Bestandteile des neuen Beleuchtungskonzeptes.

Die Anstreicher sind mit ihrer Arbeit fast fertig, jetzt erfolgt die Installation der elektrischen Anlagen. Auch die Altarinsel aus Naturstein muss noch geschaffen werden. Gleichzeitig werden alle Einrichtungsgegenstände gereinigt und repariert, Restauratoren werden die Gemälde bearbeiten.

Freuen wird die Pfarrgemeinde auch, dass die alte Bleiverglasung überarbeitet, mit einer Schutzverglasung versehen und in neue Fensterrahmen eingearbeitet wird. Das Konzept wurde vom Kirchenvorstand und Pfarreirat Anfang des Jahres abgesegnet, auch die Denkmalpfleger und die Kunstkommission des Bistums haben grünes Licht gegeben.

Über die Neugestaltung und über die Preise der gewünschten Gegenstände informiert auch ein Flyer, der im Pfarrbüro erhältlich ist.

Pfarrer Frisch hofft auf Spenden auf folgendes Konto bei der Kreissparkasse:
BIC: WELADED1ERK
IBAN: DE04312512200000007583.

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