Nach dem Hochwasser: Diese Geste macht Quimperlé Mut

Von: Jan Mönch
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Fast schon malerisch wirken die Aufnahmen vom überfluteten Quimperlé. Dabei stecken dahinter gefährdete Existenzen und enormer Sachschaden. Die Überschwemmungen trafen die Einwohner auch deshalb so brutal, weil sie in mehreren Schüben kamen. Foto: stock/panoramic

Geilenkirchen/Quimperlé. Das Wasser kam an Heiligabend. Und es floss wieder ab. Es kam wieder an Silvester. Und es floss wieder ab. Nur um in den ersten Wochen des Jahres 2014 noch zwei weitere Male die Unterstadt von Quimperlé absaufen zu lassen. Die Bewohner von Geilenkirchens französischer Partnerstadt hatten im zu Ende gehenden Winter kaum Zeit, um Luft zu holen.

Mittlerweile scheint tatsächlich Ruhe eingekehrt zu sein. Die Laita fließt ruhig in ihrem Bett, die Aufräumarbeiten sind weit fortgeschritten. So nahm Bürgermeister Alain Pennec sich Zeit für eine Videokonferenz mit seinem Geilenkirchener Amtskollegen Thomas Fiedler. Dieser konnte das vorläufige Ergebnis des Spendenaufrufs verkünden, den er und Willy Davids, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, vor einigen Wochen in die Öffentlichkeit getragen hatten: 9030 Euro haben die Geilenkirchener zusammengetragen. Die Schäden von gleich vier Überschwemmungen lassen sich davon natürlich nicht annähernd begleichen, aber das war natürlich auch nicht das Ziel. „Wir haben darum gebeten, dass das Geld nicht einfach ins Stadtsäckel fließt, sondern direkt an die Betroffenen geht, als Soforthilfe“, so Thomas Fiedler. So lässt sich das ein oder andere persönliche Leid sicher auf kurzem und unbürokratischem Wege lindern. Außerdem ist die Hilfe vom deutschen Partner natürlich eine wichtige Geste, für die Alain Pennec sich im Rahmen der Videokonferenz bedankte.

Pennec gab auch Auskunft über den aktuellen Zustand der Unterstadt. Die gröbsten Schäden seien beseitigt, besonders an den Straßen sei jedoch noch einige Ausbauarbeit zu treffen. Auch müsse ein Seitenarm der Laita umgeleitet werden, um die dort stehenden Gebäude wieder zu stabilisieren. 50 Personen habe man vorübergehend umsiedeln müssen, weil ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr bewohnbar sind.

Neuen Mut geschöpft

Das Mobiliar sei verwüstet, auch zahlreiche Autos den Fluten zum Opfer gefallen. Besonders brutal sei das Hochwasser auch deshalb gewesen, weil es in vier Schüben kam – kaum waren die gröbsten Schäden beseitigt, ging es wieder von vorne los. Mittlerweile jedoch haben seine Stadt und ihre Bewohner wieder Mut geschöpft und genieße nach dem regenreichen Winter den in diesem Jahr besonders früh angebrochenen Sommer. Pennec: „Der Lebenswille erwacht wieder.“

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