Nach Baumaßnahmen soll der Handel die Früchte ernten

Von: Udo Stüßer
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Geilenkirchen. „Der Handel hat genug gelitten. Jetzt muss erst einmal ein Jahr lang Ruhe herrschen, damit die Einzelhändler in Ruhe ihren Geschäften nachgehen können”, erklärt Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler im Hinblick auf den weiteren Ausbau der Innenstadt.

„Das erste Geschäft schließt schon in der Herzog-Wilhelm-Straße. Viele Einzelhändler haben unter den bisherigen Baumaßnahmen gelitten. Jetzt muss erst einmal die Gelegenheit sein, die Früchte zu ernten.”

Eigentlich sollte im kommenden Jahr mit dem dritten Bauabschnitt, mit dem Umbau des Platzes vor dem St.-Ursula-Gymnasium, begonnen werden. Für 2013 war dann der Ausbau der Herzog-Wilhelm-Straße vom Kreisverkehr bis zur Haihover Straße als Bauabschnitt vier eingeplant.

Bei den jüngsten Haushaltsberatungen hatte die FDP angeregt, darüber zu diskutieren, ob man nicht Bauabschnitt vier vorziehen soll. Dagegen wendet sich Thomas Fiedler: „Das Einkaufszentrum muss erst einmal einen Kundenstamm aufbauen. Der kommt nicht nur aus Geilenkirchen, sondern aus der ganzen Region. Baustellen sorgen aber für Umleitungen und Verwirrungen und schrecken Besucher ab.”
Geilenkirchen müsse nach der Bauphase jetzt wieder- oder neu entdeckt werden.

Nach der Sommerpause muss von der Politik geklärt werden, wie und vor allem wann der weitere Umbau der Innenstadt vonstatten geht. Darüber macht sich Thomas Fiedler derzeit keine Sorgen: „Ich sehe keine Konflikte. Die FDP ist eine wirtschaftsnahe Partei.”

Der Bürgermeister hat über den weiteren Ausbau zwischenzeitlich Gespräche mit der Bezirksregierung geführt. Vor allem wollte er vorfühlen, ob der Ausbau des Platzes vor St. Ursula mit einer gleichzeitigen Sanierung des Marktplatzes gefördert werden könne.

Die im Pflaster vorhandenen Löcher und Risse sind Fiedler ein Dorn im Auge: „Für ältere Menschen ist der Weg über den Marktplatz beschwerlich. Und auch die Marktbeschicker sind nicht glücklich, wenn die Kunden auf holprigem Pflaster gehen”, klagt Fiedler.

Doch in Köln stieß er auf Ablehnung: Der Ausbau des Marktplatzes wurde vor Jahren bereits gefördert und sei somit derzeit nicht förderungsfähig. Angesichts der derzeitigen Haushaltslage müsse, so Fiedler, gefragt werden, ob und wie eine solche Maßnahme von der Stadt alleine geschultert werden könne.

Über den dritten Bauabschnitt hat Fiedler mit Stadtplaner Professor Castor ebenfalls gesprochen. „Eine aufwändige Gestaltung mit Wasserspielen, wie ursprüglich einmal diskutiert, kommt sicherlich nicht in Frage. Schließlich müssen die Eigenanteile der Maßnahme über Kredite finanziert werden”, plädiert Fiedler „für eine zurückhaltende Fassung”.

Nach Fiedlers Auffassung soll nun erst Ende 2012 mit dem dritten Bauabschnitt, also mit dem Ausbau des Platzes vor St. Ursula, begonnen werden. „Ich habe von der Bezirksregierung positive Signale erhalten, dass die Maßnahme gefördert wird. Und diese Baumaßnahme würde den Handel nicht beeinträchtigen. Vorausgesetzt, dass die Politik sich nicht auf eine Umkehrung der Bauabschnitte versteift, hätte der Handel bis weit ins Jahr 2013 keine Störung durch eine Baustelle zu erwarten.”

Trotzdem setzt Fiedler hinter seine Planungen noch ein dickes Fragezeichen: „Zu klären ist, ob die Stadt sich die Eigenanteile angesichts der Haushaltslage überhaupt noch leisten kann und politisch leisten will.”
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