Übach-Palenberg - Nabu blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Nabu blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Von: nika
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Die Ortsgruppe Geilenkirchen/Übach-Palenberg des Nabu mit Apfelsaft aus eigenen Äpfeln, von links nach rechts: Paul Reuter, Aldo Schiffers, Doris Linden-Mahr, Peter Niedetz, Marlene Gay, Martin Hermanns und Hubert Schippers.

Übach-Palenberg. Beim Neujahrsempfang der Nabu-Ortsgruppe Geilenkirchen/Übach-Palenberg konnte man die Höhepunkte des vergangenen Jahres nicht nur als Fotopräsentation betrachten, sondern auch schmecken: Frisch gepresster Apfelsaft aus den Äpfeln der eigenen Streuobstwiese erinnerte an das Apfelfest als größtes Ereignis des Jahres 2016.

Nach tagelangen Pflückaktionen war im September die erfolgreiche Apfelernte mit einem Fest am Bucksberg gefeiert worden. Die vielen fleißige Helfer waren von verschiedenen Kindertagesstätten im Stadtgebiet und dem Städtischen Jugendzentrums FUNtasie e.V. Übach-Palenberg gekommen.

Stolz sahen die Mitglieder des Ortsverbandes zum Jahreswechsel auf das Ereignis zurück, während auf der Leinwand nicht nur Bilder der 1100 kg Äpfel vorbeiliefen, sondern auch Erinnerungen an die jungen Erntehelfer aus den Kindertagesstätten, die mit ganz viel Eifer und gelben Warnwesten versucht hatten, an die hohen Äste der Bäume zu fassen.

Nicht nur bei der Apfelernte war die Jugendarbeit vergangenes Jahr großgeschrieben worden. Mit den Kindern der Kindertagesstätte St. Dionysius Frelenberg hatte die Ortgruppe einen Mirabellenbaum auf der Streuobstwiese in Stegh gepflanzt. Bis heute besuchen die Kinder immer wieder ihren Baum und beobachten „die Streuobstwiese im Jahreslauf“, wie das Projekt offiziell heißt.

Die Kinder- und Jugendarbeit sei nicht nur ein Weg, junge Menschen an die Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit heranzuführen, sondern auch eine Möglichkeit, die eigene Nachhaltigkeit des Vereins zu fördern, so der erste Vorsitzende Hubert Schippers. Zwar sei der Ortverband mit 230 Mitgliedern gut aufgestellt, „doch an jungen Leute, die auch körperlich gut anpacken können, mangelt es manchmal“, wünschte er sich neuen Nachwuchs.

Neben der Kinder- und Jugendarbeit konnte der Verein 2016 weitere Naturschutzprojekte fortführen. Nist- und Fledermauskästen sind mit den Jugendlichen des Jugendzentrums hergestellt und in der Umgebung angebracht worden. Und auch beim Landschafts- und Artenschutz im Naturschutzgebiet Teverner Heide und am Ufer der Wurm in Marienberg sind die Mitglieder weitergekommen.

Zum Beispiel wurden Teile der Heide abgeplaggt, das heißt, dass die oberste Schichte abgetragen wird, damit seltene Pflanzenarten wieder zum Vorschein kommen.

Kleine und meist verborgene Tier- und Planzenarten sind auf den Exkusionen aufgespürt und fotografisch festgehalten worden. So waren zum Neujahrsempfang unter anderem Nahaufnahmen der Skorpionsmücke, des Zunderschwamms und der Zwergpfledermaus zu sehen, die man nicht oft zu Gesicht bekommt.

Weißstörche und Biber gesichtet

Die 13 Weißstörche jedoch, die im August bei Scherpenseel auf ihrem Flug Rast gemacht hatten, haben bei den Naturschützern des Nabu viel Aufmerksamkeit erregt. So hatte sich doch gezeigt, welch positive Wirkung geschützte Naturgebiete auf scheue Tierarten haben.

Der persönliche Höhepunkt des ersten Vorsitzenden Hubert Schippers war jedoch ein ganz anderer: „Der Biber ist zurück!“ freute er sich und zeigte stolz Bilder von abgenagten Baumstämmen am Ufer der Wurm. Allerdings musste Schippers auch zugeben, dass das erfolgreiche Schutzprogramm für die bedrohte Tierart auch seine Kehrseite hat: „Es könnte sein, dass der Biber dieses Jahr langsam ein Problem wird.“ Doch dann müsse man eben Möglichkeiten finden, die Bäume zu schützen – natürlich ohne den Biber wieder zu gefährden.

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