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Nabu bittet die Autofahrer um Rücksicht auf Amphibien

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Die Naturschützer sorgen sich um die Erdkröten. Foto: Nabu Heinsberg

Kreis Heinsberg. Um Rücksicht auf wandernde Amphibien bittet der Naturschutzbund Nabu die Autofahrer im Kreis Heinsberg. Milde Nachttemperaturen und die Regenfälle der letzten Wochen würden verstärkt Kröten und Molche wandern lassen, während die Grasfrösche bereits abgelaicht und die Gewässer wieder verlassen hätten.

Auf dem Weg zwischen ihren Landlebensräumen, den Winterverstecken und den Laichgewässern müssten die Tiere vielerorts Straßen überqueren, wo ihnen droht, von Fahrzeugen getötet zu werden. Kröten brauchen laut Nabu bis zu 20 Minuten, um eine Straße zu queren. Soweit möglich, sollten Straßen mit starker Amphibienwanderung nachts und in der Dämmerung nicht befahren werden, raten die Naturschützer. Bei sehr wenig Verkehr sollte das Tempo gesenkt werden, soweit möglich auf 30 km/h, da schon die Druckwelle schnellerer Fahrzeuge Amphibien töten könne.

Der Nabu rät Menschen, die Kröten von der Straße helfen wollen, zunächst unbedingt an ihre eigene Sicherheit zu denken und Warnwesten zu tragen. Alle heimischen Amphibien können mit bloßen Händen angefasst werden, die Hände sollten aber vor dem Kontakt mit Schleimhäuten (Augen, Mund) mit Wasser gewaschen werden. Die Tiere sollten am besten in Wanderrichtung mehrere Meter hinter der überquerten Straße abgesetzt werden, eventuell direkt in den Uferbereich eines nahen Gewässers.

Da auch Gullies, Kellerschächte und andere Öffnungen hinein ­fallenden Amphibien zum Verhängnis werden können, sollten sie mit einem rauhen Brett, einem Gitter oder einer Erosionsschutzmatte (Krallmatte) versehen werden, über das Amphibien, Insekten und Spitzmäuse die Falle verlassen können.

Die Entnahme von Tieren zur Ansiedlung im eigenen Gartenteich ist nach Angaben der Naturschützer verboten. „Macht aber nichts“, so Michael Straube vom Nabu Heinsberg. „Wenn der Teich als Laichgewässer geeignet ist und Amphibien in der Umgebung leben können, werden sie den Teich schon nach wenigen Jahren nutzen.“ Zur Förderung von Amphibien im Gartenteich sollte auf einen Fischbesatz verzichtet oder es sollten nur kleine heimische Arten wie Moderlieschen und Bitterlinge eingesetzt werden.

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