Musikverein Prummern: Beeindruckendes Klangbild wie aus einem Guss

Von: mabie
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Tempo, Tonalität und passende Einsätze ergaben ein beeindruckendes Klangbild: Beim Neujahrskonzert des Musikvereins Prummern in der Kirche St. Johannes Evangelist zeigte sich die ganze Bandbreite des musikalischen Könnens.

Geilenkirchen. Mindestens so funkelnd wie das gezeichnete Feuerwerk auf dem Programmblatt war der musikalische Genuss, den die Damen und Herren des Musikvereins Prummern bei ihrem Neujahrskonzert boten. Unter der bewährten Leitung von Theo Peeters stieg die Qualitätskurve dabei linear bis zum Ende des Konzertes hin an.

Für dieses brillante Ergebnis war unterm Strich nicht zuletzt die hervorragende Nachwuchsförderung des Vereins verantwortlich, der die Einnahmen aus den freiwilligen Spenden für das Konzert zufließen werden.

Wohlklingendes Kirchenschiff

Musikalisch ließen sich die Prummerner nicht auf eine Linie festlegen. Das Orchester unterhielt im wohlklingenden Kirchenschiff von St. Johannes Evangelist mit konzertanter Blasmusik von großer Bandbreite. Schon der Start mit der „Nordic Fanfare and Hymn“ von Jacob de Haan ließ klar die Handschrift des Dirigenten erkennen. Tempo, Tonalität und passende Einsätze ergaben ein Klangbild wie aus einem Guss, das zu viel Applaus animierte.

Über die Stücke „Canterbury Chorale“ und Ennio Morricones „The Mission“ in einem Arrangement von Frank Bernaerts ging es zu „Hallelujah“. Dieses von Leonard Cohen verfasste Stück vereint getragene Elemente mit tonal anspruchsvollen, eindrucksvoll eingängigen Passagen und nahm eine für den Kenner, in der Fassung von Erwin Jahreis, außergewöhnlich schöne Form an.

Bilder der Steppe

Ein weiterer Ausflug in die Filmmusik gelang dem Orchester mit dem Titelthema von „Der mit dem Wolf tanzt“, bei dem sich mit geschlossenen Augen die großartigen und mehr als breitwandformatigen Bilder der Steppe und des indianischen Lebens problemlos nachempfinden ließen.

Nach „Amazing Grace“ kam dann noch ein Paukenschlag, der für die Qualität des Musikvereins Prummern steht: Prall, saftig und fantastisch zugleich entfaltete „Highland Cathedral“ in der passenden Kirchenumgebung seine ganze Intensität. Und so war es für die allermeisten Gäste ein Jammer, dass das „Solo for Trumpet“ mit dem Solisten Theo Peeters am Ende das letzte Lied sein sollte, das sie mit Jubel und Ovationen belohnen durften. Aber natürlich hatte man auch an eine Zugabe gedacht.

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