Musikverein Langbroich startet in den Frühling

Von: hama
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Gangelt-Langbroich. Schlachtengetöse, trabende Rösser und ein Trompetendialog füllten die Aula der Langbroicher Bürgerhalle mit einem Meer aus Tönen.

Das sei „Die Schlacht von Langbroich”, witzelte der Dirigent Rainer Tegtmeyer und erläuterte das Stück, dass der Komponist James Last eigentlich in Bilbao spielen ließ.

Das war nur eines von einem Dutzend Musikstücken, die an diesem Abend zu hören waren. Sicherlich hätte sich der Musikverein Langbroich-Harzelt einige Besucher mehr gewünscht, als das traditionelle Frühjahrskonzert mit „Sons of the brave” eröffnet wurde.

Wer kennt nicht die Melodien aus Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt”? Die Ouvertüre war im ersten Teil zu hören und sollte am Ende ihre Fortsetzung finden. Die Konzertpolka „Die Perlen” von Henry Kling bot Elmar Schlebusch und Jan Hennicken als Trompeten-Solisten eine Plattform, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Alljährlich bietet Rainer Tegtmeyer immer wieder anderen Musikern aus dem Verein, als Solisten zu glänzen. „Wir kennen ja nur das kurze Stück aus der Telekom-Werbung”, kündigte Tegtmeyer die Long-Play-Version von Paul Pots rührendem Siegerstück „Nessun Dorma” von Giacomo Puccini an.

Im Mittelteil des Abends übernahm Jan Hennicken den Taktstock für 20 Minuten und leitete das Jugendorchester des Vereins. Mit fünf Stücken demonstrierte der Nachwuchs, dass man sich um den Fortbestand des Musikvereins in der Dorfgemeinschaft Langbroich und Harzelt keine Sorgen machen muss.

Besonders toll klang Webbers „Memory”. Andrew Lloyd Webber und Freddie Mercury gehörten sicher zu den musikalischen Ausnahmeerscheinungen des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Mit „Jesus Christ Superstar” des einen und der legendären „Bohemian Rhapsody” des anderen setzten die „Großen” des Musikvereins im zweiten Teil langsam zum Finale an.

Urbachs „Per aspera ad astra” und das bekannte „Fever” von John Davenport folgten, bevor die Noten von Jacques Offenbach wieder oben lagen. „Can Can” gab es aber nicht nur fürs Ohr, sondern vor der Bühne tanzte die Showtanzgruppe „Unique” das Stück. Mit „Total Toto”, Stücken der gleichnamigen Rockgruppe, beschlossen die Musiker einen abwechslungsreichen und tollen Abend. Zeit zum Ausruhen gibt es aber nicht.

Die aktuellen Stücke wurden im Laufe des letzten Jahres eingeübt. „Letztes Jahr haben wir am Dienstag nach dem Frühlingskonzert angefangen, für das diesjährige zu üben”, erinnert sich Toni Rulands. „Das wird uns wohl in diesem Jahr nicht anders gehen”, schaut er Rainer Tegtmeyer an, der zustimmend nickt.
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